aWoW-Spezial: Curry

Um über Curry zu sprechen muss man zunächst verstehen was Curry überhaupt ist. Viele werden bei Curry sofort an das gelbe Pulver aus dem Gewürzstreuer denken, diese Vorstellung ist aber genauso falsch wie sie sich hartnäckig hält. Im wesentlichen lässt sich Curry in zwei Kategorien einteilen:

  • Zum einen das Currygewürz und
  • zum anderen das Currygericht.

 

Das Currygewürz

Das Currygewürz ist immer eine Gewürzmischung. Da gibt es das bekannte gelbe Currypulver das man in vielen Küchen finden dürfte und jede Speise verfeinern kann. Viele mögen das Pulver jedoch aus Gründen des Geschmackes nicht. Leider zucken eben diese Leute bei dem Begriff „Curry“ regelmäßig zusammen, selbst wenn eigentlich ein Currygericht gemeint ist. Aus Unwissenheit und/oder Vorurteilen heraus wird sodann gemieden; »wat der Bauer nit kennt, dat fritt er nit«.
Neben dem Curry in Pulverform gibt es noch diverse Currypasten die im Geschmack absolut unterschiedlich zum Pulver aber auch untereinander verschieden sind. Viele Currypasten basieren auf roten Chilis (hier macht natürlich die Menge das Gift), es gibt aber auch gelbe und damit mildere Currypasten die besonders bei süßlichen Gerichten zu empfehlen sind.
Ich neige dazu immer Pasten zu empfehlen, vom Pulver rate ich grundsätzlich ab. Wenn Pulver in einem Rezept gefordert wird nehme ich stattdessen milde Currypaste und schwenke sie bei wenig Hitze mit an. Das gibt einen wesentlich frischeren und runderen Geschmack als das Pulver und man sieht es sofort: Currys mit Paste sind viel gelber als solche mit Pulver.
Besonders bei den Pasten muss man verstehen, dass es sich um Gewürzmischungen handelt, neben dem Namen teilen sie nichts mit dem Pulver. Die roten Currypasten auf Chilibasis verwenden ganz andere Zutaten als das Pulver und sind daher natürlich im Geschmack ganz anders. Wer kein scharfes Essen mag sollte auf keinen Fall die Currypaste weg lassen. Die meisten Rezepte hier sind eh schon an die geringe westliche Schmerztoleranz angepasst. Ein Indikator für potenziell scharfe Gerichte sind rote Currypasten grundsätzlich nicht; Ausnahme: Scharfe („hot“) Currypaste. Vorsicht geboten ist eher bei Würzpasten wie Sambal.
Was man hieraus auf jeden Fall mitnehmen muss ist, dass es kein einheitliches Currygewürz gibt und sich deshalb Vorurteile auch nicht lohnen. Statt von einer Currypaste könnte man auch von x verschiedenen Gewürzen reden.

 

Das Currygericht

Das Wort Curry kann außerdem eine Mahlzeit sein. Curry meint in diesem Sinne Zubereitungen die sehr würzhalting und sehr Geschmacksintensiv sind. Currygerichte können Currypasten enthalten, aber das muss nicht zwingend der Fall sein, es ist genauso möglich, dass das Gericht einfach eine Großzahl verschiedener Gewürze beinhaltet. Im Regelfall werden es aber Pasten sein, da diese geschmacklich intensiv und vergleichsweise günstig sind, außerdem gestaltet sich die Anwendung wesentlich einfacher.
Gerichte die Currypulver statt einer Paste verwenden können wie gesagt leicht angepasst werden, einen Punkt gibt es allerding der beachtet werden sollte: Möglicherweise soll das Gericht wenig würzig sein. Außerdem ist Paste für Suppen nicht ratsam da die Pasten grobkörnige und nicht lösliche Reste enthalten können. In einem Currygericht fällt das nicht auf, bei einer Suppe schon eher.
Das Curry ist ideal für die vegane Küche geeignet, da Seitan und Fleischalternativen aus Sojamehl keinen Eigengeschmack mitbringen, das Curry aber umso mehr. Normalerweise wird dem Glutenmehl viel Pulvergewüz beigegeben um die Würze zu erzielen, oder eben in einer starken Brühe gekocht. Das Curry bietet die Möglichkeit da ein wenig Abhilfe zu schaffen: Einfach das Curry selbst etwas stärker würzen und Seitan (nach seiner eigentlichen Zubereitung) darin simmern oder ruhen lassen. Danach einfach alles zusammen servieren. Tofu harmoniert übrigens super mit milden Currypasten.

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2 Gedanken zu “aWoW-Spezial: Curry

  1. Ganz nette Beiträge, auch wenn sich mir der Sinn mancher nicht ganz erschließt. Die Rechtschreibung ist gewöhnungsbedürftig.

    • Vielen Dank für deine Rückmeldung. Bei welchen Beiträgen hast du Probleme meine Intention nachzuvollziehen? Nur wenn ich das weiß kann ich daran arbeiten.

      Zum Thema Rechtschreibung: Ich lese jeden Beitrag mindestens noch einmal, aber ich bin selbst leider ein recht ungeduldiger Leser, daher kann es immer sein, dass sich einige Fehler einschleichen die ich nicht sofort bemerke. Es tut mir leid, wenn es deinen Lesefluss behindert; sofern es meine Zeit erlaubt will ich in Zukunft gesteigerten Wert darauf legen Fehler zu korrigieren.

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