(Ganz) Kurzer Exkurs: Der Orient

Der nahe und mittlere Osten, gemeinhin auch als Orient bezeichnet, ist ein bezaubernder Teil der Erde. Ich selbst war noch nie dort, aber es sind ja gerade die Dinge, die man nicht kennt, welche einen am meisten anziehen. Warum es mir der Orient so angetan hat, kann ich schlecht sagen, aber meine Ernährungsumstellung hat daran nichts geändert und das hat auch einen speziellen Grund.

Heute kennt man kaum orientalische Speisen, der durchschnittliche Deutsche kommt vielleicht noch auf die Türkei, doch damit hört es dann meist auf. In größeren Städten mag es das ein oder andere orientalische Restaurant geben, aber viele habe ich noch nie gesehen. Woran liegt das? – Ich kann diese Frage nicht endgültig beantworten. Wodurch zeichnet sich die Ernährung im „Morgenland“ nun aus?

Und zwar ist die orientalische Küche „flexitarisch“, das heißt vegetarisch mit Ausnahmen. Kommt von den sog. „Flexitariern“, diese ernähren sich vegetarisch oder auch vegan, machen aber für ihre Lieblingsspeisen ausnahmen. Milchprodukte sind verbreitet, Fleisch hingegen wird nur zu besonderes festlichen Gelegenheiten gegessen. Im Prinzip eine gute Regelung, wie ich finde. Hier im „Abendland“ wird ja häufig Fleisch zu jeder sich bietenden Gelegenheit gegessen, häufig auch zu allen Mahlzeiten des Tages. Eine traurige Tatsache. Mit Blick auf Intensivtierhaltung lässt sich zwar auch der Konsum von Milchprodukten nur noch schlecht rechtfertigen, aber das soll im Moment nicht stören.

Was ich eigentlich sagen möchte, ist: Im Morgenland läuft oder lief einiges anders. Und so überrascht es auch nicht, dass einige der wichtigsten veganen Zutaten und Speisen aus dem Orient kommen. Zu nennen wäre da beispielsweise die Kichererbse. In einem Atemzug mit dieser sind auch gleich Falafel und Hummus zu nennen.
Es spricht für sich, dass im Westen vor allem Veganer die Kichererbse kennen und schätzen. Exportprodukte aus einer über Jahrhunderte gewachsenen Kultur. (Anmerkung: Wenn ich hier von „orientalischer Küche“ spreche meine ich natürlich die traditionelle. Vermutlich wird das Ganze heutzutage etwas aufgeweicht sein, sodass Fleisch auch außerhalb von Festen gereicht wird, und sei es nur aus touristischen Gründen.)

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2 Gedanken zu “(Ganz) Kurzer Exkurs: Der Orient

  1. Du solltest mal nach indien. Die hindus essen kein fleisch und so werden die vegetarischen gerichte immer zuerst aufgefuehrt in den speisekarten. Habe dort bei den currys nie fleisch vermisst auch wenn ich zu hause (zu viel) fleisch esse

    • Ich wollte immer schon nach Indien. Ich bin fasziniert von dem Land. Hat nur leider noch nicht geklappt. Dass der Hinduismus den Vegetarismus nahe legt wusste ich gar nicht, spannend wäre jetzt noch zu wissen wie verbreitet die vegane Ernährung in Indien ist.

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