Veganes Frühstück

Eines vorweg: Es gab diese Woche keine neuen Einträge, weil ich wirklich richtig krank war. Von Mittwoch bis Freitag war ich froh, wenn ich es aus dem Bett und ins Bad geschafft habe. Sowas kann immer mal vorkommen, nicht dass einer denkt, ich hätte es plötzlich aufgegeben. :P

Ich nutze dann mal die Gelegenheit mich  ein wenig auszulassen, diesmal: Frühstück.
Im Prinzip für Veganer kein Problem, schwierig wird es erst wenn man mal auswärts frühstücken will. Wenn es nicht gerade ein zumindest vegetarisches Restaurant oder Café ist, kann man da wirklich ins Schwimmen kommen. Es ist fast unmöglich, zumindest hier und irgendwo sonst habe ich auch noch kein veganes Frühstück gefunden, es sei denn, ich habe mich vorher im Internet umgeschaut.
Das ist wirklich schade, weil man nicht einfach mal eben irgendwo rein gehen und frühstücken kann. Nicht einmal die größten Bäckereien hier haben vegane belegte Brötchen oder etwas in der Art. Wenn ich also wirklich unterwegs bin, muss ich mich im Zweifelsfall mit trockenen Brötchen und Ähnlichem begnügen.
Es ist natürlich klar, woran das liegt: Es wird nicht so häufig nachgefragt. In Deutschland ist es eben die Regel sich zum Frühstück große Mengen Aufschnitt und Käse rein zu schieben. In Großbritannien sind es die Bohnen, Speck und noch zig andere Sachen. Und so hat jedes Land unterschiedliche Frühstücksgewohnheiten. Aber ist das der einzige Grund?

Ich denke nicht, weil ich auch häufig die Frage beantworte, was man als Veganer denn überhaupt zum Frühstück isst und was dann noch bleibt wenn weder Käse noch Aufschnitt und – oh Schreck – noch nicht einmal Nutella. Nun zum einen natürlich Marmelade, die inzwischen ja glücklicherweise fast nur noch Pektin als Geliermittel beinhaltet. Aber auf viel mehr kommen konventionelle Esser häufig nicht. Ich will die Frage nun hier mal öffentlich beantworten, und zwar anhand meiner eigenen Essgewohnheiten. Marmelade brauche ich nicht unbedingt und ein Frühstück nur mit Marmelade kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Bleiben wir aber vorerst bei Schmierbarem: Ich esse sehr gerne vegane Brotaufstriche. Ich mache sie zum Teil auch selber. Man kann sich das vielleicht ein wenig wie Schmierkäse vorstellen, obwohl es natürlich etwas völlig anderes ist. Aber von Konsistenz und Verwendung eben ähnlich. Diese Aufstriche bestehen aus Gemüse, z. T. auch Obst. Wenn man das erste Mal davon hört, klingt es vielleicht etwas unappetitlich, aber sie schmecken meist sehr gut. Eine regelmäßige Zutat dabei ist Nährhefe und in Sachen Gemüse sind da fast keine Grenzen gesetzt.

Außerdem gibt es auch veganen Aufschnitt. Dieser kann aus Tofu sein und wird kräftig gewürzt. Das ist quasi die direkte Alternative zur Wurst. Es gibt auch veganen Aufschnitt der wie Käse aussieht und angeblich ähnlich schmecken soll. Hatte ich noch nie und will ich ehrlich gesagt auch gar nicht. Aber den Aufschnitt, den man so auch schon im Supermarkt bekommt, nehme ich ab und an schon, aber nicht sehr häufig, ich finde den auch recht teuer muss ich sagen.

Gerade in Deutschland häufig völlig vergessen ist Obst und Gemüse zum Frühstück. Eine Tomate und eine Gewürzgurke mag es mal geben, aber einfach nur Tomatenbrot, darauf kommen nicht viele. Geht aber durchaus. Mal vorausgesetzt man bekommt auch gute Tomaten und nicht diesen Hybridsamen-Wasserscheiß, der nach nichts schmeckt. (Wer einmal in Süditalien selbst Tomaten gepflückt und dann gegessen hat, der will keine anderen mehr.)
Aber auch so kann man einfach beliebiges Gemüse aufs Brot legen und essen. Gerade im Sommer ist eine gekühlte Salatgurke auf Brot wunderbar erfrischend. Obst geht auch immer. Wenn ich im Sommer Kirschen, Trauben, Erdbeeren, Wassermelonen, etc. aus der Region bekomme, dann gibt es die aus dem Kühlschrank direkt zum Frühstück. Das ist fruchtig, das ist frisch und das belebt.

Und nun mein persönlicher Favorit: Margarine. Einfach nur Margarine auf Brot oder Brötchen. Das Brot so essen und dazu (nicht oben drauf) Obst und Gemüse. Darüber geht für mich nichts. Ganz besonders gerne esse ich auch Oliven, die sind auch handlich genug, um direkt nebenher gegessen zu werden.
Was noch geht wären natürlich diverse Müslis mit Pflanzenmilch, aber dafür bin ich nicht zu begeistern.

Die Auswahl ist also groß. Aber in der Praxis bleibt es leider schwierig. Zusätzlich kommt hinzu, dass vermeintlich Veganes auch noch tierisch sein kann. Das ist gerade bei Margarine ein Problem. Wer einmal alle guten und sehr guten Sorten im Test der Stiftung Warentest durchgesucht hat, kann dabei verzweifeln, da selbst als Pflanzenmargarine bezeichnete Sorten oft nicht vegan sind. Aber einmal gefunden ist das kein Problem mehr, nur auswärts macht es das natürlich noch extra kompliziert.

Nachtrag: Was natürlich auch super auf Brot schmeckt ist Sirup und da besonders Ahornsirup, den ich selbst sehr gerne mag. In dem Zusammenhang gehen auch noch vegane Pancakes, die man dann aber natürlich vegan machen muss und eher zum US-Amerikanischem Frühstück gehören und hier noch nicht ganz so verbreitet sind.

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