Rezept: Kung Pao Tofu

Kung Pao Chicken ist ein Gericht mit Hühnerfleisch, das in der »westernised chinese cuisine« – also der verwestlichten chinesischen Küche – weit verbreitet ist. Man findet es auf den Speisekarten häufig unter »Huhn sichuan Art (scharf)«, oder ähnlichen Bezeichnungen.
Das Gericht zeichnet sich durch die verwendeten Erdnüsse aus, die dem Gericht eine eigene Note verleihen. Ich koche die westliche Variante schon lange, immer mit Tofu und habe inzwischen ein recht gutes Rezept auf Basis dieses Chefkochrezeptes von Vader gefunden.

Kung-Pao-Tofu
Kung Pao Tofu

Zutaten (1-2 Portionen):

  • 200 g Tofu (fest, ggf. etwas gepresst)
  • 1 TL Sambal
  • ½ Bund Frühlingszwiebeln (in Rauten, Weiß und Grün getrennt)
  • 50 g Erdnüsse (geschält)
  • Sake
  • Sojasauce (helle und dunkle)
  • Tabasco
  • Reis- oder Kräuteressig
  • Zucker (brauner)
  • Gemüsebrühe (Pulver/Würfel)
  • Dashi
  • Erdnussöl
  • Stärke bzw. Saucenbinder

Zubereitung:

  1. Tofu marinieren.
    Die Marinade wie folgt zubereiten:
    – 2 EL Sojasauce (hell)
    – 2 EL Sake
    – 1 EL Saucenbinder (leicht gehäuft)
    Den Tofu in Würfeln von ca. 1 cm Kantenlänge mindestens 30 Minuten darin marinieren. Gelegentlich vorsichtig darin wenden.
  2. Sauce zusammenstellen.
    Folgende Zutaten für die Sauce verrühren:
    – 2 EL Sojasauce (dunkel)
    – 4 TL Essig
    – 4 TL Zucker
    – 1 TL Gemüsebrühe (Pulver) oder ein kleiner Würfel.
    – 12 EL Dashi
    – 1 Schuss Tabasco
    – 1 EL Saucenbinder
  3. Erdnüsse vorbereiten.
    Wok voll aufheizen (so heiß wie der Wok es verträgt (ein guter Wok verträgt sehr viel Hitze…)). Ein wenig Erdnussöl darin heiß werden lassen und die Erdnüsse kurz hinein geben bis sie leicht Farbe nehmen. Abtropfen lassen.
  4. Tofu braten.
    Erneut etwas Erdnussöl im Wok erhitzen. Tofu hinein geben und 1 TL Sambal mit zugeben. Gelegentlich mit einem Schwung des Woks wenden. (Siehe Tipps.)
    Wenn der Tofu von allen Seiten gut gebräunt ist mit etwas Sake ablöschen und das Weiß der Frühlingszwiebeln mit anschwenken.
  5. Sauce binden.
    Hitze stark reduzieren. Die Zutaten der Sauce zusammen mit dem Grün der Frühlingszwiebeln und etwas Erdnussöl zugeben. Vorsichtig verrühren bis alles bindet.
    Die Erdnüsse unterheben und mit Reis servieren.

Tipps:

  • Man kann eine Scheibe getoastetes Weißbrot in Würfel schneiden und damit das Wenden im Wok üben. Bei einer normalen Pfanne nimmt man einfach eine Scheibe Graubrot.
    Die Bewegung ist im Prinzip nur ein rasches Zucken mit dem Arm, die Ausgangshaltung ist eine leicht geneigte Pfanne, die Seite mit dem Griff nach oben. Beim Wok kann die Bewegung auch etwas ausladender ausfallen. Nach spätestens einer halben Stunde Üben sollte man es einigermaßen drauf haben zumindest nicht den Inhalt im Raum zu verteilen.
  • Durch diese Art des Wendens geht der Tofu nicht so leicht kaputt und der Gesamte Inhalt wird gut durchmengt. Zumindest bei Tofu in Würfeln.
  • Dieses Gericht ist wenig scharf und für mich die ideale Balance zwischen Schärfe und Milde, verwestlicht halt. Ich esse gerne auch mal scharf, keine Frage, aber »unter der Woche« bevorzuge ich eine leichtere Variante. Vader hat hingegen jüngst ein zweites Rezept eingestellt, welches authentisch sein soll. (Konsequenterweise hätte er dann lieber »Gong Bao« schreiben sollen, da es die offizielle Romanisierung (Pinyin) und aktueller als die »Wade-Giles« Romanisierung ist. In Letzterer heißt es Kung Pao.)
  • Erdnussöl ist übrigens sehr Hitzebeständig und eignet sich damit gut bei hohen Temperaturen.

Dieses Rezept gibt es als eBook (ePub-Format) zum Download für euren eReader. Spart Druckkosten und schont die Umwelt indem ihr das fertig formatierte eBook nutzt (geht natürlich auch für Tablets, Notebooks und den PC). Natürlich völlig kostenlos.
DOWNLOAD –  Erläuterungen

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Ein Gedanke zu “Rezept: Kung Pao Tofu

  1. Hallo, hier Vader von Chefkoch. Habe gerade zufällig deine vegane Variante des Kung Pao gefunden. Ich muss, sagen, mit Tofu klingt das auch sehr spannend. Werde ich sicher auch probieren und auf meinem Blog davon berichten. Über die Verwendung von Dashi, Tabasco und Sake in chinesischen Rezepten kann man streiten, muss man aber nicht. Ich bin mal gespannt, wie das schmeckt, obwohl ich mir sicher bin, dass es das tut.

    Zum Namen des zweiten Gerichts: ja, Gong Bao ist richtig, steht aber da auch im „Untertitel“ als „Gong Bao Ji Ding“. „Kung – Pao Huhn 2“ sollte nur namentlich an das erste Rezept erinnern.

    Zur Authenzität: Fuchsia Dunlop ist die erste westliche Frau, die am „Sichuan Culinary Institut“ graduiert hat. Sie spricht fließend Chinesisch und das Rezept in ihre Buch „Land of Plenty – A Treasury in Authentic Sichuan Cooking“ ist meinem sehr ähnlich.

    Liebe Grüße,
    Lars (Vader)

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