Rezept: Apfelrotkohl

Die deutsche Küche … Regional gibt es starke Unterschiede und teilweise Überschneidungen mit der schweizerischen und vor allem österreicherischen Küche. Was die deutsche Küche jedoch häufig ausmacht ist ihre enorme Schwere. Viel Fleisch und viel Fett. Nun, zumindest der Rotkohl hat damit keine Probleme. Eines meiner Lieblingsgemüse, sowohl als Kind, als auch heute.
Jedoch ein Wort der Warnung: Dieser Rotkohl schmeckt – im Gegensatz zu dem eingemachten Zeug aus dem Supermarkt – wie bei Oma und nicht nur nach Zucker. ;-)

Zutaten (4-5 Beilagen):

  • 600 g Rotkohl
  • 70 ml Zitronensaft
  • 30 g Zucker
  • 30 ml Wasser
  • 200 ml Rotwein (trocken)
  • 1 Spritzer Essig (vorzugsweise Rotweinessig)
  • Etwas Schmalz oder Margarine
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 EL Ahornsirup
  • 100 ml Orangensaft
  • 1 Apfel
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Rotkohl vorbereiten
    Rotkohl putzen und in feine Streifen schneiden oder hobeln. In eine große Schale geben und mit Zitronensaft und einer Priese Zucker kurz vermengen.
  2. Ansatz aus Zucker, Wein, Essig Schmalz und Zwiebeln
    30 g Zucker in 30 ml Wasser gründlich lösen und in einem großen Topf karamellisieren lassen bis er goldbraun ist. Alternativ kann man direkt Zuckersirup verwenden.
    Mit Rotwein Ablöschen und einen Spritzer Essig zugeben. Etwa einen EL Schmalz im Sud bei mittlerer Hitze lösen lassen.
    Zwiebel würfeln und hinzugeben. Den Ansatz nun etwas einkochen lassen.
  3. Würzen
    Den Apfel entkernen und reiben.
    Den Sud mit Salz und Pfeffer würzen, und den Ahornsirup zugeben. Kurz verrühren und noch Apfel und Orangensaft unterrühren.
  4. Rotkohl kochen
    Nun den Rotkohl hinzugeben und im Sud gründlich wenden.
    Abgedeckt etwa 40 Minuten leicht köcheln lassen, zwischendurch immer wieder etwas unterheben.
    Gegen Ende der Garzeit Abschmecken.
    Vor dem Servieren sollte der Rotkohl etwa 10 Minuten beiseite stehen und ziehen.

Tipps:

  • Veganes Schmalz findet man inzwischen auch schon im Supermarkt oder Discounter. Wenn nicht, dann einfach etwas Margarine verwenden. Ein wenig Fett muss auf jeden Fall dran.
  • Aufpassen beim Rotwein, vor allem günstiger Wein wird häufig mit Gelatine geklärt. Teurer meist mit einem sehr guten Filter, aber der ist dann zum Kochen etwas übertrieben. Am besten vorher eine günstige Sorte zum Kochen raussuchen.
  • Salz und Zitronensaft sorgen später für eine intensive rote Färbung.
  • Man kann auch weitere fruchtige Zutaten hinzufügen, beispielsweise etwas Marmelade, Preiselbeeren, diverse Früchte, etc. Dann einfach die Menge Zucker (und Apfel) entsprechend reduzieren.
  • Der Rotkohl schmeckt gut als Beilage zu allerlei Gerichten aus der deutschen Küche. Da trifft es sich gut, dass man ihn auch in Gläser einkochen kann. Dazu bitte vorher nicht ziehen lassen. Die Gläser bei Bedarf öffnen und den Rotkohl nur noch erwärmen.
    Vorher sollte man ihn aber schon einmal gemacht haben und sehen wie er einem am besten schmeckt. Dann kann man überprüfen wie viele Gläser das füllt und die Menge entsprechend erhöhen.
  • Rotkohl kann angeschnitten in Haushaltsfolie ca. zwei Wochen im Kühlschrank gelagert werden. Gesunde Köpfe kann man auf Stroh oder an den Strunken aufgehängt längere Zeit im Keller lagern.
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