Rezept: Sauerkraut mit Bratworst

Uargh, das Zeug ist vielleicht sauer. Da ziehen sich mir alle Eingeweide zusammen. Und genau deswegen habe ich meinem Vater eine Portion davon vorbeigebracht. Er hat es für gut befunden und das bedeutet, es schmeckt wie es soll. Ich jedenfalls brauchte eine Wagenladung Zucker um es schmackhaft zu machen. In den Tipps erkläre ich wie es etwas weniger sauer geht, wenn ihr seid wie ich. Wenn ihr hingegen meint, »Sauer macht lustig«, dann haltet euch an das Rezept und ihr werdet viel Spaß haben. ;)
Und ich gebe zu bei dem Titel gibt es Erklärungsbedarf. Hier in Braunschweig sagen wir nicht Kirche, sondern Körche, darum heißt die Birne auch Börne. Und Wurst ist eben Worst, aber hütete sich jemand von »Worscht« zu sprechen, das mag der Braunschweiger gar nicht leiden.

Zutaten (2 Portionen):

  • 500 g Sauerkraut (Tüte oder Glas)
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL veganes Schmalz oder Margarine
  • 1 Zwiebel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 5 Wacholderbeeren
  • 1 Kartoffel
  • Salz, Pfeffer
  • Rauchsalz
  • 6-8 Tofu- oder Seitanwürstchen (in der Größe von Nürnbergern)

Zubereitung:

  1. Zwiebeln glasig werden lassen.
    Schmalz im Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebel abziehen und würfeln. Zum Schmalz geben und glasig werden lassen.
  2. Auffüllen und Kraut kochen.
    Mit der Brühe auffüllen, Kraut zugeben. Lorbeerblatt an den Seiten etwas einreißen und zusammen mit den Wacholderbeeren zugeben. Mit Pfeffer und nur wenig Salz würzen.
    20 Minuten leicht köcheln lassen.
  3. Würstchen anbraten.
    Würsten in etwas Öl in der Pfanne oder am besten in der Grillpfanne von allen Seiten anbraten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
  4. Kraut abbinden und abschmecken.
    Nach 20 Minuten die Kartoffel schälen und reiben. Dann zum Kraut geben, gut unterrühren und kurz aufkochen lassen. Aufpassen, dass es nicht anbrennt.
    Mit Salz, Pfeffer und Rauchsalz abschmecken, die Würstchen leicht unterheben und servieren.

Tipps:

  • Für die weniger saure Variante das Kraut etwas ausdrücken und dann zugeben, man braucht die Wassermenge nicht zu erhöhen.
  • Für die noch weniger saure Variante das Kraut abwaschen und dann ausdrücken.
  • Man kann auch noch mit etwas Zucker süßen, wenn es zu sauer ist. So wie es oben steht ist es ungefähr das was, mein Vater gekocht hat als ich klein war.
  • Dazu passt Kartoffelbrei, Salz- oder Bratkartoffeln.
  • Eine einfache Bratensauce schmeckt dazu auch ganz gut, besonders bei Kartoffelbrei.
  • Sauerkraut hat tatsächlich eine interessante Geschichte für mich. Für dieses Rezept habe ich es zum ersten Mal wieder gegessen, seit ich angefangen hatte mich vegetarisch zu ernähren.
    Damals war ich bei meinen Eltern und es gab Sauerkraut. Als ich dann gesehen habe wie mein Vater ein gigantisches Stück Eisbein aus dem Topf gefischt und sich mitsamt Knochen auf den Teller gehievt hat, wurde mir wirklich übel. Ich hatte ganz vergessen was deutsche Küche häufig bedeutet, weil ich persönlich ja eher der asiatischen Küche anhänge. Dieses Stück Eisbein war einfach zu abstoßend. Ich hatte dann ein wenig von dem Kraut (inkl. Speck) gegessen aber das Essen dann abgebrochen.
Advertisements

4 Gedanken zu “Rezept: Sauerkraut mit Bratworst

  1. Ach, Eisbein ist ja fast noch harmlos, wenn ich da an die berühmte Blutwurst denke *schauder*. Wir haben auch erst vor 1-2 Jahren Sauerkraut für uns wiederentdeckt und durften mal wieder feststellen, dass es aufgewärmt noch viiiiel besser schmeckt. Ach so, der Meerrettich fehlt noch zum klassischen Sauerkraut-Kartoffelbrei-Gericht :)

    Lg
    Frau Lieblingsmahl

    • Meerrettich? Im Sauerkraut? Das hör ich zum ersten Mal. Aus welcher Region kommst du? Uns trennen scheinbar Welten. :D

      Und natürlich, ganz vieles schmeckt am nächsten Tag besser. Aber wer hat die Zeit immer alles vorzubereiten. :-S

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s