Grundrezept: Ei-Alternative(n)

Das Ei. Jeder benutzt es, kaum einer versteht es. Das Ei wird besonders in der Backküche gern als sehr mächtiges Instrument angesehen, das ist es aber nicht. Tatsächlich ist das Ei in sehr vielen Rezepten überflüssig, da nach der Zubereitung sogar der Geschmack verloren geht.

Manchmal aber braucht man es, denn sonst erlebt man einen Reinfall. Teig wird hart wie ein Stein einige Sachen haben keine richtige Bindung, etc. Daher gibt es auf dem Markt viele Produkte die ein Ei ersetzen sollen. Hier aber ist ein Rezept, dass eine Alternative zum Ei bilden soll. ;)

Zutaten:

  • 110 g Tapioca-Mehl oder Pfeilwurzelstärke
  • 75 g Backpulver
  • 1 EL Guarkernmehl oder Xhantan.

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten gut vermischen
    und in einem luftdichtem Behälter aufbewahren. Auf keinen Fall feucht werden lassen.
  2. Mischverhältnis:
    1 Ei = 1,5 TL Pulver + 3 EL Wasser
    1 Eiweiß = 1,5 TL Pulver + 3 EL Wasser
    1 Eigelb = 1,5 TL Pulver + 2 EL Wasser
    Pulver und Wasser sehr gründlich verrühren und nicht zu lange stehen lassen.

Tipps:

  • Dient in erster Linie zum Backen und hat keinen bis nur sehr geringen Einfluss auf den Geschmack. Bitte immer frisch anrühren, genau dann wenn man es braucht.
  • Ei soll – wenn nicht für den Geschmack – in Backwaren zwei Aufgaben erfüllen: Binden und lockern. Für die Bindung sorgen hier Mehl und Bindemittel, für die Lockernde Wirkung sorgt das Backpulver. Wenn ein Rezept zusätzlich nach Backpulver oder Hefe verlangt, dann ebenfalls hinzufügen, niemals weglassen.
  • Tapioca-Mehl gibt es relativ günstig im Asiashop, Xanthan kann schon schwieriger werden, häufig nur im Internet bei Fachhändlern. Dafür ist Guarkernmehl einfacher verfügbar, viele Geschäfte und Onlineshops haben es bereits im Angebot.
  • Bei der Herstellung von Backpulver werden hin und wieder aluminiumhaltige Säuren eingesetzt. Das ist gesundheitlich bedenklich, da Aluminium in Verdacht steht Alzheimer auszulösen. (Daher sollte man auch Alufolie und Nahrungsmittel aus Alubehältern vermeiden.) Im Zweifelsfall also lieber den Hersteller fragen.
    Auf keinen Fall sollte man Saures oder Salziges mit Aluminium in Kontakt kommen lassen, da dies die Schutzschicht (Aluminiumoxid) auf dem Aluminium, z. B. der Folie) auflöst und das Aluminium dann ins Essen dringen kann.
  • Man kann auch eine reife zerdrückte Banane für Bindung und Geschmack statt eines Eis verwenden, oder drei Löffel Sojajoghurt für ein Ei um den Teig etwas aufzulockern.
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8 Gedanken zu “Grundrezept: Ei-Alternative(n)

  1. Geniale Sache! Ei-Ersatz zum Selbermischen, das ist eine super Geschenkidee für meine Mutter, die sich (krankheitsbedingt) immer mehr dem Veganismus zuwendet.

    • Freut mich. :) Wenn deine Mutter es ausgiebig testen konnte würde ich mich über eine kurze Meinung freuen.
      Wie handhabt das deine Mutter? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jemand, der sich aus krankheit anders ernähren muss nie sehr zufrieden damit ist. Oder es braucht zumindest eine sehr lange Zeit.

  2. Wenn ich mal backe, nehme ich meist geschrotete Leinsamen-und-Wasser-Glibber als Eiersatz. Aber primär, weil ich Leinsamen eh meistens zuhause habe und Sojajoghurt, Bananen oder Apfelmus eher nicht. Die Lockerungskomponente bleibt dabei allerdings weitgehend aussen vor. Da ist deine Variante sicher geeigneter.

  3. So, mein lieber Zauberer, ich melde mich zurück. Muttern war nicht sonderlich begeistert von der Zusammensetzung deines Ei-Ersatzes, vermutlich ist es besser, wenn ich das Zeugs mische und zum Backen von Köstlichkeiten, die meiner lieben Frau Mama ein Lächeln auf die Lippen zaubern, verwende. Lasse dann auch wieder von mir hören :)

    Sie hat eine rheumatische Erkrankung am Ellbogengelenk und liest immer wieder, dass der Verzicht auf tierliche Produkte den schlechten Zustand erheblich verbessern kann. Sie sympathisiert sehr mit diversesten Fleischalternativen aus Soja, das mindert die Menopausen-Beschwerden bei ihr. Ich bin stolz auf sie.

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