Rezept: Brötchenknödel

Zugegeben, Eigentlich heißen die Dinger Semmelknödel und kommen aus Süddeutschland. Aber hier im Norden nennen wir unsere Brötchen Brötchen. Wer hier eine Semmel bestellt bekommt etwas ganz anderes. Das kann etwas verwirrend werden: in den Bäckersladen gegangen und eine Semmel bestellt bekommt man hier häufig die Auskunft, dass man sie am nächsten Tage abholen könne, da es Semmel nur auf Bestellung gäbe. Denn eine Semmel ist bei uns ein Weißbrot mit Rosinen drin. Sehr lecker, besonders mit süßem Aufstrich wie Marmelade.

Zutaten (4 Portionen):

  • 5 Brötchen (vom Vortag)
  • 250 ml Sojamilch (lauwarm)
  • 1 Ei-Alternative
  • 1 Zwiebel
  • Petersilie

Zubereitung:

  1. Brötchen einweichen, Zwiebel rösten.
    Die Brötchen in Würfel schneiden und mit lauwarmer Milch übergießen.
    Die Zwiebel in dünne Streifen schneiden und bei mittlerer Hitze in etwas Öl leicht braun werden lassen.
  2. Teig kneten.
    Ei-Alternative anrühren und mit Zwiebel und Petersilie zu den Brötchen geben. Den Teig nun sehr gründlich durchkneten, dabei immer wieder durch die Finger pressen.
  3. Knödel formen und simmern.
    Den Teig zu 4-5 Knödel formen und in heißem Salzwasser 25 Minuten simmern.

Tipps:

  • Beim Kneten etwas mehr Zeit lassen. Wenn ganze Würfel übrigbleiben, werden die sich im Wasser einfach mit Wasser vollsaugen. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern verwässert auch das Essen.
  • Die Knödel kann man am besten formen, wenn man die Hände mit kaltem Wasser feucht hält.
  • Simmern bedeutet hier dasselbe wie beim Seitan, also eine Temperatur knapp unter dem Siedepunkt. Auf NN also ca. 95 °C.
  • Statt der Zwiebeln kann man auch gut Röstzwiebeln verwenden.
  • In Süddeutschland sind Semmelknödel scheinbar eine Alternative zu Kartoffelknödeln. Ich habe Semmelknödel nie zuvor gegessen, aber ich finde sie ziemlich gut. Der Arbeitsaufwand ist aber leider nicht geringer, das Brötchenschneiden ist ebenso aufwändig wie Kartoffeln zu reiben.
  • Besonders empfehlenswert zu Speisen mit viel Sauce.
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Ein Gedanke zu “Rezept: Brötchenknödel

  1. Zum Thema Verständigungsschwierigkeiten der deutschen Sprache : Meine deutsche Oma wurde, als sie in Wien zu Besuch war, gefragt, ob sie ein „Sackerl“(=Tüte/Tasche) möchte. Sie dachte, der Mann mache ihr ein ordinäres Angebot.

    Wenn ich das nicht bereits erzählte.

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