Grundrezept: Blumenkohl Pizzateig

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Vegan-friendly, low-carb, optional roh und unfassbar wenige Kalorien. Was will man mehr? Es ist und schmeckt zwar nicht wie eine echte Pizza, aber sieht so aus und ist – und das hat sie nun wirklich jeder anderen Pizza voraus – richtig gesund. Es gibt einen leichten Geschmack von gebratenem Blumenkohl, aber nur im Hintergrund, man bemerkt ihn kaum. Wenn man erwartet Blumenkohl zu essen, dann ist das Blumenkohl, wie man ihn sich kaum besser wünschen könnte.

 

Zutaten (1 Pizza):

  • 600 g Blumenkohl
  • 1 Ei-Alternative
  • 2 EL Sojajoghurt
  • Salz

Zubereitung:

  1. Blumenkohl vorbereiten.
    Strunk entfernen und den Blumenkohl in einzelne Röschen zerteilen, bei Bedarf waschen und Stiele der Röschen kürzen. Alle Röschen in der Küchenmaschine mit Pulse-Funktion schreddern bis alles klein ist. Dieses körnige Zeug heißt bei den Eingeborenen »Blumenkohl-Reis«.
  2. Blumenkohl kochen.
    Den Reis in eine große Pfanne oder breiten Topf geben, salzen und etwas Wasser hinzugeben, ¼ Liter sollte ausreichen. Bei ¾ Hitze für ca. 5 Minuten kochen.
  3. Blumenkohl auspressen.
    Den Reis abkühlen lassen und in ein Küchentuch geben. Die Masse muss nun kräftig ausgedrückt werden. Je mehr Wasser ihr entfernen könnt, desto besser. Das Ganze immer wieder auflockern hilft, kleinere Portionen in das Tuch zu geben ebenfalls.
  4. Teig formen.
    Den ausgepressten Reis in eine Schale geben und mit Sojajoghurt und der Ei-Alternative eurer Wahl (für ein Ei) vermengen, dabei auch etwas kneten. Wenn der Teig nicht halten sollte, enthält er entweder noch zu viel Flüssigkeit oder braucht mehr von eurer Ei-Alternative.
    Eine Kugel aus dem Teig formen und in die Mitte eines Backpapiers geben. Rund den Pizzafladen durch Drücken (nicht ziehen!) formen. Informationen wie dick er sein sollte in den Tipps. Die Ränder zum Abschluss etwas andrücken und glätten.
  5. Teig vorbacken.
    Bei 180°C Umluft oder 200°C Ober-Unter-Hitze ca. 45 Minuten backen, bis der Fladen oben eine einheitlich Haselnussbraune Färbung hat.
    Aus dem Ofen nehmen und den Fladen umdrehen. Das Backpapier sollte sich (relativ) leicht ablösen lassen. Die vormals untere Seite kann nun belegt werden. Anschließend nochmal auf Backpapier für 5–10 Minuten bei selber Temperatur backen.

Tipps:

  • Der Blumenkohl-Reis schmeckt auch ganz gut. Er ist eine gute Low-Carb Alternative für normalen Reis, wenn man das möchte.
  • Für das Auspressen hat man am Besten jemanden Kräftiges zur Verfügung. So eine Art »Bodybuilder« eignet sich gut, zur Not tut es aber auch jede starke Frau und jeder starke Mann.
  • Das Auspressen ist aber wirklich ein Knochenjob. Macht das nicht selbst, solange ihr delegieren könnt. Ich habe dabei auch schon ein Küchentuch zerrissen…
  • Wer einen Dehydrierer hat, wie ihn manchmal Rohkostler verwenden kann auch den benutzen. Wir wollen aber keine staubtrockene Masse.
  • Der Teig sollte nicht zu dick oder dünn sein. Man kann ihn aber durchaus dünner machen, was den Geschmack meines Erachtens nach auch verbessert. Am besten lässt er sich später jedoch vom Backpapier lösen, wenn man ihn etwas dicker lässt. Ist er so dick wie eine Pfannenpizza bekommt ihr ihn nicht vernünftig gebacken.
  • Nach dem ersten Backen kann man die Fladen auch abkühlen lassen, belegen und in Haushaltsfolie eingeschlagen einfrieren. Das ergibt dann eine hausgemachte Low-Carb Tiefkühlpizza. Wer sich nicht festlegen möchte, kann natürlich auch nur die Fladen selbst einfrieren.
  • Variante für Rohkostler: Den Reis nicht kochen und direkt gebunden auf einer Anti-Haft Fläche rund ausdrücken. Dann in den Dehydrierer stellen. Ist der Teig trocken alles nach Wunsch belegen und fertig. (Nicht getestet.)
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6 Gedanken zu “Grundrezept: Blumenkohl Pizzateig

    • Noch mehr Bindung. Ich hab es auch schon erfolgreich mit drei Ei-Alternativen gemacht. Eine zerdrückte, reife Banane dürfte es ebenfalls tun und noch etwas Geschmack mitbringen.

      • Gut, dann probiere ich es einmal mit dem dritten Eiersatz und einmal mit Banane. Wobei Blumenkohl und Banane schon eine sehr ungewöhnliche Kombination ist. Genau das macht aber den Spaß beim Kochen aus :)

      • Ein Jahr und acht Monate später bin ich dazu gekommen diesen „Pizzaboden“ auszuprobieren. Ich muss sagen, ich war sehr positiv überrascht. Und wenn ich ihn das nächste Mal mit selbstgemachtem Käse zubereite wird die Pizza umso besser.
        Ich habe einfach einen ganzen, recht großen Karfiolkopf verwendet und diesen nicht bis zum allerallerletzen Tropfen ausgedrückt. Außerdem habe ich nur 3 EL Leinsamen einfach so eingerührt und den Sojaghurt weggelassen. Es kann sein, dass mein einziger Bemängelungsgrund darauf zurückzuführen ist : Das Teil hat nicht so gut zusammengehalten wie ein fester Teig, war das bei dir auch so ?

      • Ja. Die Bindung ist das große Problem hier. Ich bin dazu übergegangen einfach etwas Mehl mit rein zu kloppen, weil ich mich ja neben vegan nicht besonders umständlich ernähre. Aber für Andere kommt das natürlich nicht in Frage.
        Vielleicht hilft es die Leinsamen im Mörser zu zerreiben und das „Mehl“ dann mit rein zu geben? Sonst hätte ich auch keine Idee.

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