Grundrezept: Vegane Würstchen

Nichts ist »deutscher« als die Wurst, oder? Na, vielleicht Bier, aber das ist eh immer vegan wenn es nach dem Reinheitsgebot gebraut wird. Sicherlich kann man dafür einfach die veganen Tofuwürstchen aus dem Supermarkt benutzen und dagegen ist auch nichts einzuwenden. Aber warum immer dasselbe essen?
Diese Würstchen sind ideal geeignet als Hot Dogs, Currywurst, eben alles wofür man ein großes Würstchen braucht. … fast alles. ;)

Carrot-Dog_1
Beispiel für ein Carrot Dog mit Würstchen aus diesem Rezept. Garantiert ohne den ganzen Mist, der sonst in Hot Dogs steckt.

Zutaten:

  • Karotten (unbehandelte)
  • 1 Teil Wasser
  • 1 Teil Essig
  • Sojasauce (dunkle)
  • optional: Rauchsalz
  • optional: Pfeffer
  • optional: Worcestershiresauce (achtung, oft nicht vegan!)

 

Zubereitung:

  1. Karotten vorbereiten.
    Karotten nicht schälen. Nur etwaigen Schmutz abbürsten und beide Enden (von wegen nur die Wurst hat zwei) abschneiden. Auf die gewünschte Länge kürzen. In eine fest verschließbaren Büchse oder einen Gefrierbeutel geben.
  2. Karotten kochen.
    Karotten in klarem Wasser kochen bis diese die gewünschte Konsistenz haben. Je länger, desto weniger Biss haben eure Würstchen später. Richtwert: 10-20 Minuten. Mit einer Gabel kann man testen, aber aufpassen die Karotten nicht zu zerteilen.
    Nach dem Kochen sofort in einem kaltem Wasserbad (am besten Eiswasser) abschrecken und komplett abkühlen lassen, damit sie nicht weiter garen.
  3. Karotten marinieren.
    Wasser und Essig zu gleichen Teilen mischen und nach Gefühl etwas Sojasauce zugeben und restliche Zutaten nach Geschmack. Pro Karotte sollten es je 15 ml Wasser und Essig sein. Behältnis dicht verschließen und etwas schütteln.
    Die Karotten nach gewünschter Geschmacksintensität marinieren (3-24h).

 

Tipps:

  • Zuzubereiten wie normale Würstchen, allerdings nicht mehr kochen. Wenn das Rezept nach gekochten verlangen sollte, einfach kurz in der Mikrowelle erwärmen.
  • Lässt sich gut vorbereiten. Auch nach dem Marinieren können die Karotten-Würste problemlos noch einige Tage im Kühlschrank verbleiben. Nur nicht weiter in der Marinade liegen lassen.
  • Auch super zum Grillen geeignet.
  • Ein wenig eigenartig ist, dass die Würstchen außen weich sind und innen Biss haben. Das liegt daran, dass man nicht von außen nach innen kochen kann. Aber die Tatsache, dass sowas auffällt, bedeutet nur, dass man wirklich denkt, es seien Würstchen.
    Natürlich schmecken sie ganz und gar nicht wie Würstchen, die man kennt, allerdings hat man durchaus das Gefühl es könnte eine Art Würstchen sein.
  • Ich habe daraus schon Hot Dogs, Currywürste, Bratwürste, Grillwürste, Wiener, eigentlich alles Mögliche gemacht.
  • Wenn man plötzlich zum Grillen eingeladen wird, kann man jederzeit noch diese Würstchen vorbereiten. Wenn man die Zeit zum Marinieren nicht einhalten kann, dann einfach während des Grillens immer wieder bestreichen.
  • Und das schönste: Diese Würstchen enthalten garantiert keine: Knochen, Fäkalien, Hormone, Medikamente oder was sonst noch alles in Würstchen zu finden ist.
    Aber da die Schale mitgegessen werden soll ist natürlich darauf zu achten unbehandelte Karotten zu verwenden.
  • Es handelt sich ursprünglich um ein häufig wiedergegebenes Rezept für vegane Hot Dogs. Vermutliche Herkunft: http://healthyslowcooking.com/2012/04/05/diy-all-natural-vegan-carrot-dogs/

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4 Gedanken zu “Grundrezept: Vegane Würstchen

  1. Es sagt mir wirklich sehr zu, dass auch ich etwas mit deinen Rezepten hier anfangen kann. Nur was Sojasoße, Salz und Co angeht muss ich beim Kochen ein Auge zudrücken. Auch die Blumenkohlpizza : Awesome, Wizard !

    • Vielen Dank für die lieben Worte. =)
      Wenn dir Sojasauce und Salz Probleme bereiten, probier am besten mal Poudre Forte. Das ist eine mittelalterliche Gewürzmischung, die zu jener Zeit so verbreitet war wie jede heutige Gewürzmischung. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass Poudre Forte kein Salz oder Glutamat enthält sondern mit gemahlenen Gewürzen auskommt. Das Rezept ist geschrieben und sollte eigentlich zum Winter hin veröffentlicht werden (weil ich plante dann mit mittelalterlichen Rezepten anzufangen), aber falls Interesse besteht kann ich es auch vorziehen.

      • Wahnsinn, was du alles auf Lager hast ! Bitte, wegen mir brauchst du das nicht früher posten, habe gerade eben ein Rezept dafür gefunden und probiere das mal aus bis du darüber schreibst :)

      • Das wird alles aus dem Hut gezaubert. :D
        Es gibt dafür auch mindestens tausend verschiedene Rezepte, falsch machen kann man mit keinem davon etwas.

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