Die natürliche Ernährung des Menschen.

Oder: Sind wir von Natur aus omni-, carni- oder herbivor?

Es gibt da tatsächlich eine ewig lange Debatte drüber. Die Veganer auf der einen Seite behaupten, dass Zähne, Kiefer und Speichel des Menschen klar für herbivore Ernährung sprechen. Ein seitlich bewegbarer Kiefer sei dafür da Pflanzenteile zu zermahlen und damit ein Gerät für herbivore Lebewesen. Die Gegenseite argumentiert damit, dass die Länge des Darms und die Tatsache, dass wir nur einen Magen haben bedeute, dass wir von Natur aus herbivor seien. Und das sind nur einige Beispiele. Die Argumentation geht weiter und weiter. Aber objektive Quellen findet man kaum. Jede Seite scheint genau die Informationen zu nutzen, die ihr am besten passt. Ein für und wider wird kaum je diskutiert, außer wenn beide Seiten aufeinander prallen. – Und dann weiß man erst recht nicht was man glauben soll.
Damit war ich nicht zufrieden. Ich wollte es genauer wissen. Ich wollte objektive Quellen. Ich habe einen Freund von mir zu dem Thema befragt. Er studiert Biologie und hat einen ganz neuen – selten aufgeworfenen Punkt eingebracht.

Zunächst muss man jedoch überlegen wie klassifiziert wird. Sicherlich kann man hierzu ganz einfach die Ernährungsweise heranziehen. Was Fleisch frisst ist Carnivor, was Pflanzen frisst ist herbivor, was beides frisst ist omnivor. Aber damit stößt man ganz schnell auf Probleme. Denn Raubkatzen beispielsweise fressen auch Pflanzenbestandteile, wenn sich diese etwa noch im Verdauungstrakt ihrer Beute befinden. Sie lassen sie nicht zurück. Auch bestimmt häufig die Situation was gefressen wird: »In der Not frisst der Teufel fliegen.«
Also dann machen wir es so und nehmen die Anatomie zu Hilfe. Was physisch etwa für eine carnivore Ernährung spricht muss ja bedeuten, dass das Tier ein carnivores Lebewesen ist. Das geht aber auch nicht so einfach. Bei dieser Betrachtungsweise fallen einige Widersprüche auf: selten ist das Tier, dessen Organe hoch spezialisiert sind. Viele Tiere sind in der Lage ihre Nährstoffe sowohl aus tierischer, als auch pflanzlicher Nahrung zu beziehen. Hinzu kommt, dass es auch Tiere gibt, die ihre Ernährungsform im Laufe des Lebens umstellen.
Eine Klassifizierung ist daher sehr schwierig zu bewerkstelligen.

Man muss tiefer graben und das ans Tageslicht zerren, was immer hervorgekramt wird, wenn man nicht weiter weiß. Aus gutem Grund, denn sie hat enormen Einfluss. Sie ist das Schwert und das Schild in der Biologie: Die Evolutionstheorie.
Und dabei offenbart sich, wie simpel es manchmal sein kann. Tiere, die sich heute omnivor ernähren, haben diese Fähigkeit über Generationen, ach was, über Arten hinweg erwerben müssen. Oder anders gesagt: Man kann den Menschen weder als carnivor noch herbivor einordnen. Der Mensch ist einfach viel zu jung dafür. Wir mögen einmal Vorfahren gehabt haben, welche sich entweder herbivor oder carnivor ernährten. (Aufgrund des Blinddarms kann man von herbivorer Ernährung ausgehen, da dieser zur Verdauung von Pflanzenfasern zuständig ist bzw. war.) Wenn dem jedoch so ist, dann ist das Äonen her. An einem Punkt kam die Zeit, in der sich unsere Vorfahren (die übrigens weder Menschen, noch Affen waren) anders ernähren mussten als zuvor. Bedingt durch eine Dürre o. Ä. könnte eine herbivore Ernährung nicht mehr in Frage gekommen sein. Man ist wohl auf tierische Nahrungsmittel umgestiegen (um nicht zu verhungern). Und hier kann es gut möglich sein, dass das der ein oder andere nicht überlebt hat. Denn Darwin lehrte uns, dass nur der Anpassungsfähigste überlebt. In diesem Fall also der Vorfahre des Menschen, der es geschafft hat sich von tierischen Nahrungsmitteln hinreichend gut über Wasser zu halten. An diesem Punkt machte unsere Entwicklung eine dramatische Wendung. Denn tierische Eiweiße aus dem Fleisch und tierische Fette sind den unseren ähnlicher oder gleichen einander gar. Das bedeutet sie liegen schon in verwertbarer Form vor. In dieser Hinsicht sind tierische Eiweiße und Fette den pflanzlichen klar überlegen. Bei denen aus pflanzlichen Quellen muss erst eine Umwandlung stattfinden, die einen Energieaufwand voraussetzt. Ein Teil der, durch die Nahrung aufgenommenen, Energie geht also dafür verloren, die (pflanzliche) Nahrung nutzbar zu machen. Das ist ein kritischer Punkt. Denn es bedeutet, dass die Entwicklung unserer Vorfahren hin in Richtung moderner Arten wie Mensch und Affe – also in Richtung intelligenterer Arten – vermutlich nicht ohne tierische Nahrung stattgefunden hätte. Wobei das nicht eindeutig belegbar ist, jedoch spricht einiges dafür. Für uns bedeutet das vor allem, dass der Mensch tatsächlich omnivor ist, ganz einfach weil unser Organismus über die Zeit darauf trainiert wurde. Jedes Teil unseres Körpers ist das Produkt einer Entwicklung, die länger andauert als der menschliche Verstand, ohne Zuhilfenahme mathematischer Zahlen, jemals begreifen könnte. Wir sind wie eine Computersoftware an dessen Perfektion seit Ewigkeiten gearbeitet wird und dessen Entwicklung nach wie vor anhält. Denn jedes mal, wenn neue Widrigkeiten entstehen muss die Software umgeschrieben werden. Und darum sind wir Menschen eine so ungeheuer überlebensfähige Art, denn wir passen uns an. Diese hohe Anpassungsfähigkeit ist eine unserer größten Stärken.

Und das ist das Argument, das wir führen sollten. Wir sollten uns nicht immer in Ausflüchte retten und versuchen unsere Ernährungsweise (welche auch immer es nun sein sollte) mit natürlichen Begebenheiten zu erklären. Sicherlich ist das einfacher als sich zu erklären, aber dieses Fundament ist auf Sand gebaut.
Anpassung ist gefragt. Und jede Ernährungsform ist eine Anpassung an eine bestimmte Situation. Und so ist die vegane Ernährung eine Reaktion auf die Intensivtierhaltung; eine Anpassung an diese Situation.
(An dieser Stelle (das sage ich mal, weil ich nicht wusste wo ich es noch einbauen sollte) würde der hartgesottene Veggie-Aktivist sagen, dass das ja alles Blödsinn sei, unsere Hände und Zähne seien keine anständigen Werkzeuge zum jagen. Ja genau, das stimmt auch. Aber der Mensch – als eines von wenigen Tieren – zeichnet sich unter Anderem darin aus Werkzeuge zu verwenden. Wenn unsere Vorfahren nicht etwas Ähnliches getan hätten, so würden uns jetzt vermutlich wirklich riesige Klauen wachsen mit denen wir Wild reißen könnten. Aber die brauchen wir nicht, weil unsere wundervollen Hände in der Lage sind Bögen und Gewehre und Messer zu benutzen.)

Warum sag ich das alles so? Sollte ich nicht 100 % pro vegan sein und alles was gegen meine Ernährung spricht abschmettern? Nein. Denn ich bin Veggie-Aktivist und zur ALF oder wen es da noch so gibt gehöre ich auch nicht. Ich bin im Herzen zunächst einmal Wissenschaftler und da muss man eben manchmal eine bittere Pille schlucken. Außerdem: was ist so schlimm daran nicht herbivor by nature zu sein? Wir sind es nicht und das macht die bewusste, freie Entscheidung sich vegan zu ernähren noch viel lobenswerter, denn es bedeutet sich als Mensch seines eigenen Verstandes zu bedienen. Ganz im Sinne von Kant. Wir brauchen niemanden und nichts was unser Handeln rechtfertigt, solange es uns damit gut geht und wir niemandem damit schaden. Wir sind keine Kreuzritter.

Das bedeutet natürlich keineswegs, dass Fleisch etwas ganz tolles für unsere Ernährung wäre. Fleisch zu essen bedeutet einen Kompromiss einzugehen: körperähnliche Lipide und Proteine, aber gleichzeitig auch Hormone, (viel) Cholesterin, die »schlechten« gesättigten Fettsäuren und vermehrt auch diverse Keime und (dieser Tage) auch große Mengen Antibiotika und andere Medikamente, sowie dessen Rückstände.
Vor Allem in westlichen Ländern ist täglicher Fleischkonsum keine Seltenheit. Das ist bei Weitem zu viel. Dies ist eine relativ neue Erscheinung und hat sich erst in den letzten
Jahrzehnten festgesetzt. Es ist jedoch auch eine Tatsache, dass man sich heutzutage nicht unbedingt auf Fleisch stützen muss um zu leben und zu überleben. Genau genommen fährt man mit veganer Ernährung sogar besser.
Es ist wichtig zu verstehen, dass eine vegane Ernährung kein Rückfall in natürliche Ernährungsmuster darstellt. Die vegane Ernährung ist viel mehr eine Konsequenz aus der tierischen Ernährungsform mit all ihren Nachteilen und Opportunitätskosten.

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8 Gedanken zu “Die natürliche Ernährung des Menschen.

  1. Hallo SalieriC! Da bin ich aber nach jahrzehntelanger in jeder Hinsicht pratischer und theoretischer Erfahrungen(soll heißen: am eigenen Leibe und durch eigenes logisches Denken, durch anregende Diskussionen und durch viel einschlägige Literatur unterfüttert) zu dem genau gegenteiligen Ergebnis gekommen! So, daß ich heute tief und fest davon überzeugt bin, daß wir von Natur aus eben nicht für tierische Ernährung ausgestattet sind! Dazu gibt es eine sehr klare logische Abhandlung in dem einzigen Schriftwerk, einem relativ kleinen Büchlein,das der damalige Lehrer des Paramahansa Yogananda, Sri Yukteswar Giri einmal verfasst hat. Dieses Büchlein heißt „Die heilige Wissenschaft“ und wurde von Yukteswar auf Auftrag des obersten Lehrers des indischen Kriya-Yoga, Babadji, im Beginn des 20.Jahrh. von ihm verfasst. Es ist allerdings in erster Linie nicht ein Buch über Ernährung, sondern über die allgemeine Geistigkeit des Menschen. Yukteswar hatte auch ein komplettes Medizinstudium in seiner Jugend absolviert, sodaß er ganz genau über die Anatomie des Menschen und auch die der Tiere bescheid wußte.
    Besser und untrüglicher als die heutige Industriewissenschaft! Demnach hat er die Tiere in Bezug auf ihre Ernährung in 4 Gruppen eingeteilt. Die reinen Fleischfresser (Raubtiere), die Omnivoren(klassisches Beispiel Bären), die Vegetarier(Weidetiere) und die Fruchtesser
    ( Menschenaffen, Menschen). Ich kann den kompletten Text mit den klaren, überzeugenden Argumenten dazu hier später noch posten. Muß erstmal wieder raussuchen.
    Daß Du diese verirrte Lehre der Karnisten dieser Welt, das tierische Protein sei ansich für uns physiologisch wertvoll, anscheinend auch verinnerlicht hat, hat mich verwundert und fast erschreckt! Industrieunabhängige und nicht von der Tiernutzungsmafia organisierte Forschung hat schon immer das Gegenteil herausgefunden. Weißt Du das nicht, oder glaubst Du das nicht?
    Die wahre Dimension der Lügenwelt, in der wir in dieser gewaltgläubigen und gewalttätigen Zivilisation leben, scheint Dir demnach immer noch nicht gewärtig zu sein!

    • Hallo freumich.

      Danke für deine Einschätzung. Die Lügenwelt, die manche Veganer und Vegetarier um sich oder andere herum aufbauen ist keineswegs besser oder schlechter, als die der Konventionellen. Höchstens die Ziele sind besser, aber das ist Ansichtssache. – Der Auftraggeber entscheidet über das Ergebnis der Studie. Wen du also fragst, du erhälst genau das Ergebnis, das dem Gefragten recht ist. Hast du diesen Teil überlesen? Dir steht es natürlich frei zu glauben, was immer du willst. Ob du Yukteswar und seinem Protegé glaubst, mir oder das was dir eine imaginäre Wesenheit zuflüstert, das ist völlig dir überlassen. Es stört mich nicht wem du glaubst und ich habe keinerlei Interesse daran etwas an deinem Glauben zu verändern. Denn so oder so kann ich aus deinem Glauben kein Kapital schlagen. Aber vielleicht überlegst du, ob andere dazu im Stande sind und rufst dir eben dies ins Gedächtnis, wenn du entscheidest etwas zu glauben.
      Es ist eine grundlegende Fähigkeit, die jeder Mensch beherrschen sollte, alles zu hinterfragen, was ihm erzählt wird. Egal ob das ein Guru ist, der Papst, Meister Yoga oder ob ich das bin der irgendwas in den Raum stellt, alles muss man durch seinen eigenen Verstand filtern. Wer seinen Geist verschließt um nicht selber denken zu müssen, kann nur ein Narr sein. Und da wir unterschiedliche Menschen sind kommen wir auch zu unterschiedlichen Ergebnissen.

      Viele Grüße
      Salieri

      • Du hast mich allerdings völlig falsch eingeschätzt. Ich bin der letzte Mensch, der unbesehen irgendjemandem etwas glaubt, nur weil er oder sie in dieser Welt eine Bedeutung hat! Wenn ich den Namen des Autors genannt habe, der die für meinen Geschmack und nach meiner Lebenserfahrung klügste und klarstens begründete schriftliche Erklärung dazu abgegeben hat, warum das Säugetier Mensch als Fruchtesser angesehen werden muß, so deshalb, weil es sich exakt mit meinen selbst gemachten Lebenserfahrungen und Gedanken deckt und nicht, weil ich z.b. indischen Gurus von vorn herein mehr glaube, als unserer Wissenschaft. Glauben tu ich nur, was ich selbst erlebt und vollständig durchdacht habe. Ich finde aber, das geht aus meinem ersten Kommentar auch schon klar hervor. Meine kritische Beurteilung unsere Art Wissenschaft ist dann auch kein Vorurteil, sondern gründet genauso auf meinen selbst gemachten Erfahrungen am eigenen Leibe und im eigenen Kopf, wie meine Überzeugung, daß unsere Art von Natur aus in der Hauptsache zum Früchteessen, aber auch zum Blatt-und Wurzelessen ausgebildet ist. Ich vermute, daß es vieles gibt, was Du in dieser Hinsicht noch gar nicht weißt. Aber ich lasse das jetzt mal. Es muß jeder selbst entscheiden, was er wissen will und was nicht. Ich lebe ja außer aus Mitgefühl für die anderen Tiere auch deshalb vegan, weil ich jede Form von Gewalt verabscheue. Und jemand belehren wollen, der keine Belehrung haben will, ist auch schon eine Form von Gewalt. Nur leider kann man sich diesen Luxus der Schweigsamkeit gegenüber den Fleischessern nicht leisten als Veganer, weil man dann den Tieren unrecht tut. Nur eine Frage noch: Wenn Du unsere Wissenschaft so hoch hältst, was hältst Du denn von deren Tierversuchspraktiken?

      • Du kannst hier natürlich gerne deine Ansichten ausführen. Ich bin auch nicht festgefahren in meiner Meinung, aber ich bin Wissenschaftler. Ich weiß zwar nicht, was du mit „unserer Wissenschaft“ meinst, aber die Wissenschaft spiegelt die Wahrheit wieder. Das liegt in der Natur der Sache, da sie die Realität beobachtet und daraus ihre Schlüsse zieht. Konträr zu Religion und Glaube. Deine selbst gemachten Erfahrungen sind demnach auch wissenschaftlicher Natur.
        Ich denke nicht, dass ich dich falsch eingeschätzt habe. Ich war davon ausgegangen, dass du reflektiert gelesen hast, was der gute Mann geschrieben hat. Das hast du ja auch mit meinem Beitrag getan.

        Dein Prinzip mit dem Mitgefühl wäre übrigens auch so eine Sache, die sich zu überdenken lohnt. Ich empfehle „Also sprach Zarathustra“ von Friedrich Nietzsche. Wer stets mitleidig ist, der lebt in Scham und beschämt den Bemitleideten. (Wobei letzteres vielleicht eher den Menschen betrifft, aber wer kann das schon genau sagen.) Davon abgesehen bin ich gänzlich anderer Meinung: gerade gegenüber unseren konventionellen Freunden ist Schweigen angesagt. Wer durch seine Taten spricht, redet lauter als mit dem Mund. Dazu habe ich auch schon einen Artikel verfasst.

        Ich weiß weder wer „die“ sind, noch was genau du von mir wissen möchtest. Fragst du mich nach der Durchführung, der Auswertung, oder nach Tierversuchen allgemein? „Tierversuchspraktiken“ ist mir da nicht konkret genug.

  2. Komisch,daß ich bei Deinen Antworten immer eine gewisse Überheblichkeit heraushöre,obwohl Du Dich darum bemühst, sachlich und gerecht zu sein. Vielleicht liegt es daran, daß Du zu selten auf Leute triffst, die Dir intellelktuell gewachsen sind und deshalb von vorn herein annimmst, über alles besser bescheid zu wissen? Mit Nietzsche z.B. hast Du einen besonderen Spezi von mir angesprochen. Er ist ein unvergleichlicher Denk-und Wortkünstler für mich mit Doppelt-und dreifachen Böden und war derjenige, der mich die Deutsche Sprache erst lieben lehrte. Aber zurück zum Thema, zu unserer Gegenwart, worauf ein wunderschönes schlichtes Nietzsche-Wort so erstaunlich gut passt: „Die Wüste wächst-weh dem, der Wüsten birgt“.
    Was die Tierversuche(Vivisektion) betrifft, scheinst Du mir ausweichen zu wollen. Ich fand meine Frage eigentlich unmissverständlich und ich glaube auch nicht, daß Du sie missverstanden hast.
    Ich war im letzten Jahrhundert einmal eine zeitlang Aktivist gegen Tierversuche, bin rundum informiert, was das beinhaltet und wenn jemand tierlieb ist, sollte er das eigentlich auch sein.
    Abgesehen davon, daß ich aufgrund meiner fundierten Infos(z.B. die Bücher von Rüsch)weiß, daß „Tierversuche zum Wohle der Menschheit“ gar nicht möglich sind, finde ich sie moralisch genauso verwerflich, wie die Vertilgung ihrer Leichenteile, oder sogar eher noch abgründiger.
    Wenn man heute „Wissenschaftler“ ist, sollte man sich auch über die Entstehung dieser gegenwätigen Wissenschaft in unserer Geschichte im Klaren sein. Damit habe z.B. ich mich mich auch schon intensiv beschäftigt und aufgrund dessen bin ich tief davon überzeugt, daß dieser feste und unhinterfragte Glaube an die heutige Wissenschaft genauso ein Irrglaube ist wie die Kirchengläubigkeit im Mittelalter.

    • Du kannst natürlich jeden, der anderer Meinung ist, für überheblich halten. Oder, der nicht sofort auf deiner Seite ist. Ich denke nicht, dass ich überheblich bin, wenn ich meine Schlüsse und Rückschlüsse selbstbewusst vertrete. Jedenfalls warst du bisher nicht in der Lage mir überzeugende Argumentationen vorzulegen, da muss es dich nicht wundern, wenn ich meine Ansichten nicht ändere. Du argumentierst vorzugsweise mit Faktenargumenten, nach dem Motto „der hat geschrieben“ und „da heißt es so und so“. Du bist nicht einmal nahe dran meine Argumente zu widerlegen. Also sage mir bitte, weshalb ich dann umschwenken sollte.
      Meiner Ansicht nach führt diese Unterhaltung bisher ins Leere und daher sehe ich wenig Gründe mir weiterhin die Zeit zu nehmen darauf zu antworten.

      Ich weiche dir übrigens tatsächlich aus, da ich mich mit dem Thema Tierversuche noch nicht hinreichend auseinandergesetzt habe. Zu gegebener Zeit wirst du hier einen Artikel zu dem Thema vorfinden.
      Zur Wissenschaft hast du scheinbar eine sehr eigenwillige Meinung, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Ich danke für die Inspiration, da ich daraus einen Artikel machen werde.

      Wenn du irgendwann bereit bist, mir mit einer eindeutigen und verständlichen Beweisführung gegenüber zu treten, freue ich mich über einen geistigen Austausch. Einstweilen danke ich sehr für deine Kommentare und deine Einschätzung und wünsche dir weiterhin viel Freude an meinen Artikeln und Rezepten.

  3. Und gerade Nietzsche war ein extrem empfindungsfähiger mitleidfähiger Mensch! Ich glaube, man kann Nietzsche nur wirklich verstehen, wenn man das weiß und vor allem auch, wenn man Mitleid mit ihm empfinden kann. Der Zarathustra war das erste, was ich über Nietzsche damla gelesen habe und was mir eine ganz neue innere Türe aufgehen ließ! Nietzsche ist übrigens auch ein gutes Beispiel dafür, daß man mit dem, was heute als wissenschaftliches Denken gemeinhin gilt, eher in die Irre gehen kann, als das Lebendige wirklich verstehen. Die heute praktizierte Wissenschaft ist für mich etwa genauso unsinnig, wie mit dem Messer ins Wasser zu stechen. Und das ist nicht so dahergeschrieben von mir. Ich könnte das in ermüdend langen Aufsätzen an Beispielen belegen.
    Ich empfehle Dir da, falls du gerne liest, mal das Buch: „Die Pharma-Story, der große Schwindel“
    von Hans Rüsch. Es ist leider schon lange nicht mehr aufgelegt worden, aber antiquarisch kann man es sicher noch bekommen.

  4. Hallo Salieri! Nach Deinen hiesigen Kommentaren zu urteilen scheinst Du eher zu denjenigen Veganern zu gehören, die aus gesundheitlichen Gründen und nicht aus Mitgefühl für unsere uns wehrlos ausgelieferten Mit-Lebewesen zur veganen Lebensweise gekommen zu sein. Es gibt da viele Rohköstler,die so drauf sind. Die allerdings glauben auch wieder nicht an unserere heutige Wissenschaft, vor allem, weil sie wissen, was die in Bezug auf die Physiologie des Menschen bisher für einen Humbug produziert und die ganze Welt damit verseucht hat. Wenn ich etwas widerlegen sollte, was Du konkret über die Wissenschaft zu sagen hättest, außer, daß Du an sie glaubst, dann müsstest Du das ja erst einmal benennen. Einen vorgegebenen Glauben an sich kann man nicht widerlegen, da er kein widerlegbares Faktum ist, wie Du ja wohl auch weißt. Aber ich habe auch, genau wie Du, keine Lust, mich mit Dir hier weiter herumzustreiten. Ich habe das in Foren zur Genüge getan und eingesehen, daß es auf diese Weise nichts bringt. Jeder kann heute via Internet alles „beweisen“ oder „widerlegen“. Das ergibt dann immer so ein primitives „Argumentations-Wressling“, wo es aber am Ende nie einen „Sieger“ oder „Verlierer“ geben kann
    und ich möchte auch weder das eine noch das andere sein. Nein, ich möchte niemanden etwas „beweisen“, der etwas bewiesen haben will. Ich möchte, wenn möglich, nur mit Leuten zusammen dieses Leben immer noch besser kennen und klären lernen. Das ist der gute Sinn von Kommunikation, finde ich. Ich bin weiter geistig „on the road“ und ich weiß dabei nur eines unumstößlich und definitiv: Daß das Übel unserer ganzen Zivilisation die Gewalt und der Glaube daran ist. Und jemanden unbedingt von etwas überzeugen zu wollen gegen dessen eigenen Willen, ist auch eine Form von Gewalt und natürlich auch eine Form von Dummheit!:-)
    Schöne Maitage wünsche ich Dir noch!

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