Rezept: Kräutervinaigrette

Als ich mich noch konventionell ernährte bin ich mal in einem Restaurant in Büsum eingekehrt, das relativ versteckt gelegen war. Der Standort war etwas in Verruf geraten, weil das vorherige Restaurant dort wohl ganz grauenvolles Essen serviert haben soll. Dazu kann ich nichts sagen. Das Restaurant von dem ich spreche war hervorragend. Es war das beste Restaurant in dem ich jemals essen war. (Und das soll was heißen, denn ich war in ner Menge Restaurants, von billig bis teuer.) Dieses Restaurant war preislich im Mittelfeld, aber ansonsten herausragend. Ich habe mich dann noch kurz mit den Besitzern, sprich dem Chefkoch und der Oberin unterhalten. Es gab einen sehr interessanten Austausch zwischen einem Hobbykoch und einem Profi. Noch heute benutze ich keine andere Kartoffel als jene, die mir der gute Mann empfohlen hatte: Belana.
So erfuhr ich auch etwas über den Standort. Was ich jedoch nie für Möglich gehalten hätte: dass die sich jemals bereit erklären würden bei den »Kochprofis« mitzumachen. Ihr wisst schon, diese Serie bei der Restaurants aufgepäppelt werden sollen. So geschehen ein Jahr nach meinem Besuch dort. Ich vermute mal die haben sich den Vertrag aufschwatzen lassen und ich vermute sie hatten Schwierigkeiten aufgrund der Lage. Büsum muss man wissen ist mehr oder weniger dreigeteilt: neben den Wohngebieten gibt es ein großes Innenstadtviertel mit einer langen breiten Fußgängerzone von der zig weitere Fußgängerzonenseitenstraßen (sagt das dreimal schnell hintereinander xD), diese sind auch noch recht belebt. Dort sind auch die ganzen Touristenfallen aufgestellt. Und ich rede von einigen wirklich schlechten Restaurants. Dann gibt es die Stadtgebiete ohne direkten Anschluss an die Hauptstraße der Fußgängerzone. Wenn man weiß wie man hin kommt ist es ganz einfach, weiß man es nicht kommt man nur auf die Idee da lang zu gehen, wenn man ein Tourist mit Forschungsdrang ist. Naja um eine lange Geschichte kurz zu machen: kurz nach dem Auftritt der Kochprofis hat das Restaurant dicht gemacht. Schade.
Jedenfalls habe ich dort eine Vinaigrette zum Salat gehabt, die sucht ihresgleichen, noch heute. Ich habe aber ein Rezept entwickelt, dass dem Ganzen recht nahe kommt:

Zutaten (6-10 Portionen Salat):

  • 1 Schalotte
  • 2 EL Rapsöl
  • 4 EL Olivenöl
  • 4 EL Balsamico bianco
  • 4 Stängel Schnittlauch
  • 1 Stängel Dill
  • 1 Msp. Salbei
  • 1 EL Pfeffer (grob gemahlen)
  • Salz

Zubereitung:

  1. Ansatz anfertigen.
    Schalotte sehr fein würfeln und mit Essig und Öl, Salz und Pfeffer ansetzen. Wenn die Schalotte zu groß sein sollte: ein oder zwei kurze Stöße mit dem Stabmixer geben.
  2. Kräuter zugeben.
    Schnittlauch in sehr feine Röllchen schneiden, den Dill fein wiegen. Zum Ansatz geben und mit Salbei verfeinern. Eine Stunde ziehen lassen und mit Salz, Pfeffer abschmecken.

Tipps:

  • Man kann natürlich auch andere Kräuter, die man gern mag, ausprobieren. Ich finde aber diese Version bisher m besten. Geschmackssache.
  • Wenn man die Schalotte nicht fein genug gewürfelt bekommt ist der Stabmixer eine gute Hilfe. Aber auch so hilft er sehr Essig und Öl zu verbinden.
  • Schnittlauch und Dill müssen wirklich sehr fein sein. Getrockneter Salbei ist meist etwas flockig, das sollte dich aber mit etwas Verrühren schnell erledigt haben.
  • Schmeckt im Grunde zu den meisten Salaten mit grünem Blattsalat. Ich empfehle Römersalat mit etwas Rucola diversem Gemüse (v.A. Karotte und Paprika) und bei Bedarf gebratene Tofuscheiben mit selbstgemachten Cruotons.
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