Rezept: Mett

»Das schmeckt wie kaltes Mett. So angemacht und …«
– Jemand, der erst skeptisch war.

Ich denke das Zitat sagt bereits alles. Es sieht aus wie Mett, es schmeckt wie Mett und es hat das Mundgefühl wie Mett. Es schmeckt einfach gut. Das Rezept an sich ist alt und weit bekannt, aber hier gebe ich mal meine persönliche und bisher geheime Rezeptur preis, die noch jeden Konventionellen überzeugt oder sogar getäuscht hat.

Zutaten (4-6 Brötchen):

  • 100 g Reiswaffeln, neutral, leicht gesalzen
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 200 ml Wasser, heiß aus der Leitung
  • 100 ml Olivenöl
  • ODER: 300 ml Wasser, heiß
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Majoran
  • ½ TL Pfeffer, weißer
  • 1 TL Petersilie, krause, getrocknet

Zubereitung:

  1. Reiswaffeln zerkleinern.
    Reiswaffeln mit den Händen in eine hohe Schüssel bröseln. Die Stücke sollten nicht zu groß bleiben. Zwiebel darüber geben.
  2. Einweichen.
    Restliche Zutaten mischen und gut auflösen. Großflächig über die Reiswaffeln geben. Je heißer das Wasser, desto besser werden die Waffeln eingeweicht und sacken zusammen.
  3. Stampfen.
    Mit einem Kartoffelstampfer so lange stampfen und mischen bis eine Masse entsteht, die echtem Mett viel zu ähnlich ist.
    Mindestens zwölf Stunden verschlossen im Kühlschrank ziehen lassen.

Tipps:

  • Der Großteil der Kalorien kommt vom Olivenöl. Man kann es ohne Probleme durch die gleiche Menge Wasser ersetzen, es schmeckt dann halt nicht so richtig »mettig«, aber trotzdem super.
  • Salz, Pfeffer, Majoran. Genau so wird echtes Mett gewürzt. Das Schlachterhandwerk liegt son wenig in der Familiengeschichte und daher weiß ich das. Alles andere ist nur Beiwerk.
  • Es muss weißer Pfeffer sein. Bitte auf keinen Fall auf die Idee kommen schwarzen zu verwenden. Den sieht man nicht nur, was blöd ist, der Geschmack wird auch ganz anders.
  • Das Tomatenmark dient nur der Farbgebung. Ohne wird es halt eine weißgraue Pampe. Aber mit sieht es absolut wie Mett aus. Der einzige Grund weshalb ich das fast nie höre ist, dass die Leute schon wissen, dass es bei mir kein Mett sein kann. ^^
  • Für einen vernünftigen Mettigel braucht man übrigens das vier- bis fünffache des Rezeptes und ein bis zwei große Zwiebeln.
  • Nur für den Fall, dass jemand nicht weiß was Mett ist: das ist Gehacktes, das man mit Zwiebeln auf Brot oder Brötchen kalt ist. Da es eine hohe Oberfläche hat und roh verzehrt wird ist die Infektionsgefahr (Salmonellen etwa) natürlich recht hoch. Das vegane Mett hat dieses Problem nicht. Man kann es wochenlang im Kühlschrank lagern, es wird nur irgendwann trocken. Ich freue mich schon auf die nächste Salmonellen-Welle, wenn ich mir ein Mettbrötchen nach dem anderen reinziehe, während alle um mich herum einen Bogen um das Mett machen. :D
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