Rezept: Süßkartoffelbrei

»Uh-hm, der schmeckt genau wie bei uns früher. Und da haben wir nix mit vegan gemacht.«
– Mein Vater, der pensionierte Koch.

Und mein Vater ist sonst gar nicht so begeistert von meiner Ernährung, das will also was heißen. Sonst hat ihn kaum je etwas überzeugt.
Jetzt habe ich zwar groß scharfes Essen angekündigt und beginne damit. Dennoch: Süßkartoffelbrei ist typisch für die marokkanische Küche und Teile des übrigen afrikanischen Raumes. Er ist eine exotisch-frische Beilage, Hauptgericht oder dient manchmal auch nur zur Dekoration, da er eine wundervoll orangene Farbe hat. Außerdem ist er auch eine tolle und unkonventionelle »Sauce« für Pasta. Nun ist dies jedoch meine eigene Interpretation und keineswegs ein afrikanisches Original:

Zutaten:

  • 600 g Süßkartoffeln (ca. eine)
  • Ingwer, etwa eine Fingerkuppe groß, fein gerieben
  • 1 Msp. Bohnenkraut
  • 30 ml Zitronensaft
  • 1 Msp. Cayennepfeffer
  • 1-2 EL Margarine
  • 3 Stängel Petersilie
  • Salz
  • Muskatnuss

Zubereitung:

  1. Süßkartoffeln kochen.
    Die Süßkartoffel schälen und in größere Würfel schneiden. Im Topf knapp mit Wasser bedecken, leicht salzen und Bohnenkraut und Ingwer zugeben. Beim Ingwer die harten Fäden weglassen. ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Stücke etwa so weich sind wie Salzkartoffeln.
  2. Stampfen.
    Die Süßkartoffeln abgießen und kurz abtropfen lassen. Sie dürfen auch ein wenig Ausdampfen. Zurück in den Topf geben, restliche Zutaten hinzufügen und mit dem Kartoffelstampfer gut bearbeiten, bis ein glatter Brei entstanden ist. Ein Brei mit Stückchen ist aber im Prinzip auch möglich.
    Beim Servieren ein wenig Muskat darüber reiben.

Tipps:

  • Im Original wird mit Sternanis und Bockshornklee statt Bohnenkraut gewürzt. Aber Bohnenkraut ist ein wunderbares Gewürz in der europäischen Küche und ein wenig vergleichbar mit Thymian. Es ist heutzutage leider etwas unterschätzt.
  • Man kann den Ingwer auch in grobe Stücke schneiden und in ein Tee-Ei mit ins Wasser geben.
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