Rezept: Erdnussschnetzel (Erdnussragout)

Erdnüsse sind vielseitig. Nicht nur eine Erdnusssuppe wie letzte Woche ist möglich und schmackhaft. Auch Fleisch wird gerne mit Erdnüssen »gewürzt«. Das kommt für Veganer und Vegetarier, natürlich überhaupt nicht in Frage. Aber jetzt der Clou: Sojamehlprodukte, wie etwa Sojaschnetzel, harmonieren ausgezeichnet mit dem Geschmack der Erdnuss. Viel besser sogar als Fleisch.

Zutaten (2-3 Portionen):

  • 100 g Sojaschnetzel, -medaillons oder -würfel
  • 2 Zwiebeln
  • 1 EL Erdnussbutter, gehäuft, ggf. mehr
  • 150 ml passierte Tomaten
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • ½ Bund Petersilie, glatte
  • TL Cumin
  • ¼ TL Cayennepfeffer
  • 1-2 Hände Erdnüsse
  • Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Sojaschnetzel kochen, Vorbereitungen.
    Schnetzel in 500 ml Gemüsebrühe für 20 Minuten köcheln lassen. Abgießen, Brühe auffangen und Schnetzel etwas ausdrücken.
    Zwiebel abziehen und in breite Streifen schneiden.
    Petersilie fein wiegen.
  2. Schnetzel braten.
    Etwas Öl (vorzugsweise Erdnussöl, ansonsten Raps- oder Sonnenblumen-) im Wok erhitzen und die Schnetzel darin scharf und leicht knusprig anbraten. Beiseite stellen.
  3. Ragoutansatz
    Zwiebeln im Öl glasig werden lassen. Kumin und Cayennepfeffer kurz mit anrösten, dann Erdnussbutter unterziehen.
    Passierte Tomaten zugeben, aufkochen lassen und etwas salzen. 300 ml Brühe einrühren und abermals aufkochen lassen.
  4. Ragout kochen lassen. Erdnüsse anrösten.
    Schnetzel zugeben und bei mittlerer Hitze 30 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich den Rest der aufgehobenen Brühe zugeben, wenn die Masse zu dickflüssig werden sollte.
    Währenddessen die Erdnüsse in einer nicht geölten und nicht beschichteten Pfanne bei großer Hitze leicht anrösten. Der Pfanne entnehmen und beiseite stellen.
  5. Ragout verfeinern und abschmecken.
    Gegen Ende der Kochzeit Erdnüsse zugeben und die Petersilie unterrühren.
    Mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Zitronensaft abschmecken.

Tipps:

  • Dazu passt Reis, besonders Curryreis, aber auch Salz- oder (bedingt) Bratkartoffeln. Auch Couscous oder Bulgur passen sehr gut.
  • Dieses Rezept hat eine unterschwellige Schönheit. Denn wo der konventionelle Esser noch zusätzliches Fleisch für seine Rinderbrühe auskochen muss, verwenden wir hier die Brühe für die Schnetzel einfach schamlos weiter. Nichts wird verschwendet.
  • Das Ragout sollte nach dem Kochen sehr dickflüssig sein. Ist das nicht der Fall kann man noch mit ein wenig mehr Erdnussbutter nachhelfen.
  • Erdnüsse und besonders Erdnussbutter enthalten leider sehr viel Fett. Solltet ihr Fettaugen sehen, ist es vermutlich von der Erdnussbutter. Dieses überschüssige Fett kann während und nach dem Kochvorgang vorsichtig mit einem Löffel abgeschöpft werden. Nach dem Kochen sollte das Ragout auch dickflüssig genug sein um das Öl vorsichtig abzugießen.
  • Erdnussbutter gehört zu den Produkten, die in Deutschland nur als Erdnusscreme o. Ä. Verkauft werden dürfen, weil der Ausgangsstoff nicht aus dem Euter eines Tieres stammt. Funny Fact: Körperbutter darf trotzdem Körperbutter heißen.
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