Rezept: Panjabi Bengen Bartha

Dieses Gericht wird in einem sehr gutem indischem Restaurant in Braunschweig serviert, den Badsha im Herzen des Magniviertels. Es schmeckt mir sehr gut und da war es klar, dass ich es nachkochen musste. Nachfolgend mein Ergebnis. Ich bin damit recht zufrieden und es passt hervorragend zum Sommer(-thema). Dazu empfehle ich dringend Lassi, auch wenn das Gericht nicht sehr scharf ist. Wenn euch Lassi(s?) interessieren denkt daran am Samastag vorbeizuschauen, wenn ich diese Kaltgetränke aus Indien mal näher beleuchte.
Bei der Basis handelt es sich um eine Sauce aus Tomaten und Aubergine, was eine geniale Idee ist. Aber seht selbst:

Zutaten (2 Portionen):

  • 1 mittlere Aubergine
  • ca. 300 g Kartoffeln
  • 1 Paprikaschote, rot
  • 400 g Tomaten (Dose)
  • 1 Stück Ingwer (ca. ein halber Daumen)
  • 1 grüne Peperoni
  • ½ TL Cumin
  • ½ TL Koriander
  • ½ TL Asafoitida
  • 1 TL Garam Masala
  • 4 Stängel Koriander

Zubereitung:

  1. Aubergine backen, Vorbereitungen.
    Die Aubergine wird traditionell im Tandoori (einem Lehmofen) kurz gebacken. Wenn man für eine Aubergine nicht grad den Ofen anmachen möchte (180°C für wenige Minuten), funktioniert das auch super in der Mikrowelle (ca. 4 Minuten). Danach den Strunk abschneiden und die Haut abziehen.Dann in kleine Würfel schneiden.
    Kartoffel schälen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden (ca. 1 cm Kantenlänge), mit der Paprika dasselbe Spiel nochmal.
    Peperoni entkernen, Ingwer schälen und beides zusammen mit den Tomaten Pürieren.
    Koriander grob wiegen.
  2. Kartoffeln und Paprika anbraten.
    Die Kartoffeln in etwas Öl anbraten, auf mittlere Hitze reduzieren und mit einem Deckel abdecken. Gelegentlich umrühren. Nach wenigen Minuten sollten die Kartoffelwürfel fast gar sein. Nun Paprikawürfel hinzugeben und nur ein bis zwei Minuten mit anschwenken. Alles beiseite stellen.
  3. Saucenansatz.
    Erneut Öl auf mittlere Hitze bringen (oder das eben verwendete weiter benutzen) und Cumin, Korianderpulver und Asafoitida darin ganz leicht anrösten. Nach kurzer Zeit die pürierte Tomatenmasse hinzugeben. Gelegentlich rühren bis sich Sauce und Öl zu trennen beginnen.
    Nun die Aubergine zugeben und wie es geht in der Pfanne zerdrücken (mit Kochlöffel oder Pfannenwender). Sieben Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren und die Aubergine immer etwas weiter zerdrücken.
  4. Paprika, Kartoffeln und Koriander hinzufügen.
    Wenn die Aubergine komplett zerdrückt ist die Pfanne vom Feuer nehmen, die Kartoffeln und Paprika zufügen, mit frischem Koriander garnieren und servieren.

Tipps:

  • Die Kartoffeln werden schnell gar, weil wir sie in kleine Würfel schneiden. Mit dem Messer anpieken um zu testen ob sie gut sind.
  • Das Püree aus Tomate und Gewürzen wird in Indien Masala genannt. Genau genommen ist dort alles Masala was eine Mischung aus verschiedenen Gewürzen ist.
  • Garam Masala gibt es als Paste oder als Pulver. Es nimmt sich nicht viel.
  • Die Aubergine zu pellen sollte einfach gehen. Dabei mit den Fingern bei der Schnittfläche die Haut der Länge nach abziehen. Geht dies nur schwer sollte die Aubergine noch etwas länger in den Ofen oder die Mikrowelle gegeben werden.
  • Asafoitida gibt es im Asialaden. Es ist geschmacklich irgendwo bei Knoblauch und Zwiebel zu finden und wird in Indien recht häufig verwendet. Wird man nicht fündig kann man eine kleine Zwiebel und Knoblauchzehe mit den Tomaten pürieren. Das schmeckt zwar nur halb so gut ist aber durchaus eine Option.
  • Die zerdrückte Aubergine bindet die Masala zu einer sehr angenehmen Masse. Es ist dann nicht mehr so sehr »saucig« aber schmeckt hervorragend und ist vermutlich näher an traditionell indischer Küche. (traditionelle Gerichte im mittleren bis fernem Osten sind häufig saucenarm.)
  • Der Sättigungsfaktor bei diesem Gericht ist übrigens auch relativ hoch.
  • Dazu passt natürlich Reis oder Naan.
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2 Gedanken zu “Rezept: Panjabi Bengen Bartha

  1. Dass es Garam Masala als Paste gibt, wusste ich gar nicht (nur gemahlen oder als ganze Gewürze). Was ist denn da noch drin, damit es zu einer Paste wird?

    • Hallo Ines.

      Ingwer, Knoblauch, passierte Tomaten und Pflanzenöl. Vor Allem Pflanzenöl. Als Paste weicht die Mischung meist stark von traditionellen Zusammensetzungen ab, was inzwischen aber auch bei den trockenen Mischungen der Fall ist. Ich hab leider noch keine Mischung gefunden, die mir wirklich gänzlich zusagt. ^^‘
      Ich hoffe ich konnte dir helfen.

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