Rezepte: Mittelalterliche Gewürzmischungen

Nachdem die grundlegenden Gewürze der mittelalterlichen Küche geklärt und eingekauft sind, sollte man noch kurz etwas Arbeit investieren. Es gibt genau zwei Gewürzmischungen die man parat haben sollte. Sie wurden im Mittelalter häufig verwendet und variieren aufgrund dieser ehemals weiten Verbreitung noch heute stark in den Zutaten und dessen Mengen. Dabei hat natürlich auch die Verfügbarkeit der Gewürze eine große Rolle gespielt. Nicht jedes Gewürz war immer erhältlich und schon gar nicht erschwinglich. Jeder Koch mag die Mischung also anders hergestellt haben, ein wenig Experimentierfreude ist auch hier – wie überall in der Küche – angebracht.

Poudre-Forte
Diese Gewürzmischung ist besonders geeignet für Hauptspeisen aller Art und besteht aus wärmeren Gewürzen. Das heißt etwas stärker, schärfer oder wärmer im Geschmack.

  • 1 Teil schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 1 Teil Zimt, gemahlen
  • 1 Teil Muskatnuss, gerieben
  • 1 Teil Ingwer, gemahlen
  • 1 Teil Gewürznelken, gemahlen
  • 1 Teil Paradieskörner, gemahlene

Alle Zutaten zu gleichen Teilen mischen und luftdicht verschlossen aufbewahren.

Poudre-Douce
Der süße Bruder des Poudre-Forte eignet sich hervorragend für süße Speisen jeder Art und ist eine Basiszutat für Würzweine. Der Geruch erinnert an »Zimt und Zucker«, geschmacklich aber sehr viel komplexer. Zimt und Zucker ist tatsächlich eine stark vereinfachte Variante dieser besonderen Mischung.

  • 4,5 TL Zimt
  • 1 TL Ingwer, gemahlen
  • 1 TL Paradieskörner
  • Muskatnuss, gerieben
  • Galgant, gemahlen
  • 180 g Zucker

Ebenfalls alle Zutaten mischen und luftdicht verschlossen aufbewahren.

Tipps:

  • Die am schwierigsten zu bekommenden Gewürze sind hierbei wohl Paradieskörner und Galgant. Darauf wurde ich hngewiesen, also reiche ich ein paar Anmerkungen dazu nach:
  • Galgant sollte man in jedem halbwegs gut sortiertem Asiamarkt bekommen. Wenn es gar nicht geht, dann nimmt man einfach die halbe Menge Ingwer und die Kuh ist vom Eis. Galgant schmeckt einfach etwas milder und feiner als Ingwer.
  • Paradieskörner können kompliziert werden. Wer einen Gewürzladen in seiner Stadt hat muss diesen hierfür sicherlich aufsuchen. Wem solch ein Luxus nicht vergönnt ist braucht es in der Regel gar nicht erst im Supermarkt versuchen. In dem Fall kann man etwas weniger frisch gemahlenen Pfeffer verwenden.
  • Natürlich kann man alle Gewürze bequem im Internet bestellen und bei den schwierigen sollte man das auch tun. Ich kann den Bremer Gewürzhandel empfehlen.
  • Bedenkt aber bitte immer: es gibt nicht das Rezept für mittelalterliche Gewürzmischungen, weil die Verfügbarkeit einfach nicht gegeben war. Variationen sind also in der Tat empfehlenswert, insbesondere wenn man etwas nicht da hat.
  • Poudre Forte eignet sich übrigens auch als Alternative zu Salz uns Sojasauce.

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2 Gedanken zu “Rezepte: Mittelalterliche Gewürzmischungen

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