Rezept: Rotes Thai-Curry

Lasst euch von den vielen Zutaten nicht abschrecken, dieses Curry ist spitze und sehr einfach. Scharf und dennoch erfrischend und vor allem sehr würzig.
Viele asiatische Restaurants haben rotes Thai-Curry im Angebot, manchmal auch mit Tofu. Der Haken: Die Fischsauce, welche aus verrottenden Fischköpfen hergestellt wird und bei thailändischem Essen selten fehlt, da sie den besonderen Geschmack gibt. Zum Glück gibt es eine appetitlichere Alternative: Nicht-Fischsauce.

Thai-Red-Curry
Ganz ohne Nachbearbeitung, dieses Curry strahlt von sich aus eine wunderbar rote Farbe aus.

Zutaten (3-4 Portionen):

  • 500g Tofu
  • 2 Paprikaschoten
  • 400ml Kokosmilch
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Daumen Ingwer
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1-2 Chilischoten (oder Peperoni)
  • 1 großer Stängel Zitronengras
  • 3 EL Tomatenmark
  • 3 EL Nicht-Fischsauce
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Sojasauce, helle
  • 1 TL Currypaste, rote
  • ½ TL Currypulver, rotes Thai-
  • ½ TL Kumin
  • ½ TL Koriander
  • 1TL Zucker, braun
  • ¼ TL Zimt
  • 5 Kaffir-Blätter

Zubereitung:

  1. Tofu anbraten.
    Den Ofen auf 180°C vorheizen.
    Tofu in 1cm dicke Scheiben schneiden und von beiden Seiten kräftig in etwas Öl anbraten. Auf ein Blech in den Ofen geben und ca. 20 Minuten backen.
  2. Vorbereitungen.
    Paprika waschen und in mittelgroße Quadrate schneiden, Ingwer schälen und reiben, Zwiebel und Ingwer abziehen und fein würfeln. Die Chilischoten bzw. Peperoni halbieren und von den Kernen befreien. Dabei die Kerne aufheben. In feine, halbe Ringe schneiden. Das Zitronengraß mit einem Fleischhammer (oder siehe Tipps) ordentlich bearbeiten, in ca. 3cm lange Rauten schneiden.
  3. Saucenansatz.
    Im Abstand von ca. 3 Minuten bei mittlerer Hitze folgende Zutatengruppen im Wok anbraten:
    – Zitronengras und Ingwer,
    – Zwiebel, Knoblauch und Chilischoten bzw. Peperoni,
    – Tomatenmark, Kerne der Chili n.B. und Currypaste,
    – alle trockenen Gewürze.
  4. Köcheln.
    Alle restlichen Zutaten (inkl. Tofu) bis auf die Paprika zugeben und etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Danach Paprika zugeben und nochmal 5 Minuten köcheln lassen.
    Mit Chilipulver und heller Sojasauce abschmecken.

Tipps:

  • Man kann auch mit anderem Gemüse experimentieren und die Menge erhöhen. Ich mag hier aber lieber eine Menge Tofu drin.
  • Ob ihr euch für Chilischoten oder Peperoni entscheidet hängt davon ab, wie scharf es am Ende sein soll. Klassisch werden hier natürlich Chilischoten verwendet. Ich habe zwei rote Jalapeños benutzt und eine Hälfte einer Frucht mit Kernen. Die Schärfe war dann für meinen Geschmack ideal. Anfänger sollten zu einer Peperoni ohne Kerne greifen.
  • Zitronengras ist eine Würzzutat, genau wie die Kaffir-Blätter. Beides wird daher nicht mitgegessen sondern nur gekocht. Ich lasse es drin und pule es beim Essen raus, so macht man es für gewöhnlich in Thailand. Wer seinen Gästen die Arbeit abnehmen will kann auch zwei Stängel Zitronengras nehmen, diese nicht zerschmettern (nur klein schneiden) und nach dem Kochen herausnehmen.
  • Zitronengras sollte aber für gewöhnlich mit einem schweren Gegenstand wie einem Hammer bearbeitet werden, dadurch hat man nachher einzelne Fäden im Essen, allerdings auch den vollen Geschmack.
  • Kaffir-Blätter werden ebenfalls nicht mitgegessen. Man bekommt sie meist Beutelweise tiefgefroren in Asiashops.
  • Das Tomatenmark dient der Farbe. Man kann es auch weglassen oder Ketchup nehmen (und den Zucker dafür nicht benutzen), wenn man keines da hat.
  • Der Tofu wird durch das Backen im Ofen etwas fester als gewöhnlich (da er Wasser verliert), nachdem er beim Braten etwas an Röstaromen erhielt. Das ist wichtig für das Rezept, damit das Curry nicht an Geschmack verliert. Außerdem schmeckt der Tofu dann viel besser, weil er etwas mehr Biss hat.
  • Als Beilage eignen sich Reis oder Kartoffeln.
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