Rezept: Alu Gobi

Alu Gobi, Allu Gobi oder Aloo Gobi ist die Bezeichnung eines recht bekannten indischen Gerichts auf Basis von Blumenkohl. Es ist eines der bekannteren vegetarischen Gerichte der indischen Küche und fehlt für Gewöhnlich auf keiner Speisekarte. Es ist und bleibt ein Klassiker. Auch die Zubereitung ist sehr einfach, dauert nicht lange und das Ergebnis hat einen hohen Sättigungsfaktor.

Zutaten (2 Portionen):

  • 2 Kartoffeln
  • ½ Blumenkohl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Peperoni, grün
  • ca. 2 cm Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • ½ TL Cumin
  • ½ TL Koriander
  • ¼ TL Asafoitida
  • ½ TL Garam Masala
  • 2 Stängel Koriander, frisch
  • 50 ml passierte Tomaten
  • Zitronensaft
  • Chilipulver
  • Salz

Zubereitung:

  1. Vorbereitungen.
    Kartoffel schälen und in Würfel von ca. 1cm Kantenlänge schneiden. Blumenkohl in mittlere Röschen trennen. Peperoni aufschneiden und Kerne entfernen. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch schälen. Korianderblätter grob wiegen, die Stängel fein schneiden.
    Aus den Peperoni, Zwiebel, Ingwer, Knoblauch und passierten Tomaten (ggf. unter Zuhilfenahme von etwas Wasser oder Öl) mit dem Stabmixer eine Masala herstellen.
  2. Gewürze und Masala anschwitzen.
    Etwas Öl in einer großen Pfanne mit Deckel erhitzen. Auf mittlerer Hitze Cumin, Koriander und Asafoitida kurz im Öl anschwitzen. Masala zugeben und köcheln bis sich Masala und Öl zu trennen beginnen.
  3. Kartoffeln braten.
    Kartoffeln zugeben und einige Minuten mit Deckel braten, gelegentlich umrühren. Dieser Schritt dauert ca. 5 Minuten.
  4. Gemüse garen.
    Blumenkohl, Korianderstängel und Zitronensaft nach Geschmack zugeben. Leicht salzen. Alles vermengen, bis der Blumenkohl gleichmäßig viel Masala abbekommen hat. Unter gelegentlichem Rühren abgedeckt ca. 7 Minuten garen.
  5. Abschmecken.
    Wenn das Gemüse bissfest und die Kartoffeln gar sind vom Feuer nehmen, Garam Masala zugeben und mit Salz abschmecken. Mit Chilipulver und Korianderblättern dekoriert servieren.

Tipps:

  • Die Kartoffeln immer mal wieder anpieken. Bevor der Blumenkohl rein kommt sind sie noch recht fest. Wenn der Blumenkohl fertig ist sollen sie weich sein. Es ist anfangs vielleicht etwas schwierig den genauen Zeitpunkt zu finden. Im Notfall kann man alles auch etwas länger auf dem Feuer lassen.
  • Die Masala herzustellen ist ohne Flüssigkeit etwas schwierig. Öl ist hierfür Ideal, ich habe es aber auch schon erfolgreich mit Wasser versucht. Dabei muss beim Braten nur häufiger umgerührt und etwas mehr Öl verwendet werden.
  • Mit der Anzahl der Peperoni und ihrer Kerne wird die Schärfe des Gerichts angepasst. Alu Gobi ist eines der schärferen Gerichte der indischen Küche, wenn auch nicht ganz so scharf.
  • Als Beilagen empfiehlt sich dezent gewürzter Duftreis und (bedingt) Naan mit Chutney (z.B. Mango). Lassi passt sehr gut als Getränk.
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Rezept: Hamid w Toom

Rezept: Hamid w Toom

Dieser Dip ist fantastisch. Ich liebe ja Zitrone, wie regelmäßige Leser wissen und dieser Dip besteht aus beinahe nichts anderem. Leider mag ich Knoblauch nicht so gerne, wie es die Syrer tun, aber das macht gar nichts, der Dip ist trotzdem toll. Schmeckt besonders zu Syrischem Flachbrot oder anderen Weißbroten wie Naan. Auch als Vinaigrette über Salat sehr geeignet.

Zutaten:

  • 100 ml Zitronensaft (etwa eine große Zitrone)
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • ¼ TL Salz
  • Pfeffer, schwarz

Zubereitung:

  1. Knoblauch zerstoßen.
    Knoblauch abziehen und mit dem Salz im Mörser zerstoßen und zu einer Paste verarbeiten.
  2. Alles mischen
    und etwa eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

Tipps:

  • Ihr solltet das ganze zur Lagerung wirklich abdecken.
  • Toom ist eine Art hölzerner Mörser in Syrien, der dafür verwendet wird um Knoblauch zu zerdrücken. Der Grund weshalb dazu keine Knoblauchpresse verwendet wird ist: Pressen und zerstoßen vergrößert die Oberfläche des Knoblauch‘, während der Toom jedoch aus Holz besteht ist die Presse aus Metall. Die Bestandteile des Knoblauch‘ reagieren mit Metall und das bei erhöhter Oberfläche besonders gut. Diese chemische Reaktion beeinflusst den Geschmack sehr negativ. Bitte verwendet niemals eine Presse.
  • Wer keinen Mörser hat kann den Knoblauch mit dem Messer fein schneiden und danach ggf. noch etwas wiegen. Lässt man das Dressing über Nacht ziehen wird der Knoblauch weich sein und ist dann auch nicht mehr so unangenehm beim darauf beißen.
  • Die Syrer benutzen hierfür bis zu 7 Zehen Knoblauch. Das ist meiner Meinung nach viel zu viel. Ich hatte beim ersten Mal eine einzige große Zehe verwendet und das war schon zu viel. Zwei kleine sind meiner Meinung nach ideal. Aber wenn ihr Knoblauch mögt könnt ihr natürlich gerne mehr verwenden.
  • Ich werde diesen Dip in Zukunft mit Bärlauch zubereiten, wann immer ich welchen da habe. Der Geschmack ist beinahe identisch, das Ergebnis fällt etwas grüner aus und immerhin dünstet man am nächsten Tag nicht so aus. Die Zubereitung ist dabei sehr ähnlich. Verwendet man ein Messer fällt das Wiegen sogar leichter.

Quelle: http://www.syriancooking.com/dips/hamid-w-toom-lemon-garlic-dip

Rezept: Syrisches Flachbrot

Ein Wort der Warnung: während man es auch in der Pfanne ausbacken kann, werdet ihr die besten Resultate doch auf einem Pizzastein erzielen. Wenn ihr also eh vor hattet in einen zu investieren, aber »nur« Pizza nicht Anreiz genug war, solltet ihr euch überlegen, dass beinahe jedes Brot auf einem Stein gebacken werden kann und dann besser gelingt. Wer dennoch die Ausgabe scheut muss sich mit einer unbeschichteten oder (ungefettet) sehr hitzebeständig beschichteten Pfanne begnügen.

Fragt man einen Syrischen Bäcker, was das Geheimnis seines Flachbrotes ist, wird er antworten: »Mehl und Wasser. Oh und noch etwas Olivenöl.« Und viel mehr ist es auch nicht. Bei allen Weißbroten im orientalischen Raum. Manchmal ist es Milch statt Wasser, aber das war dann auch schon alles. Das Geheimnis ist aber nicht die Zusammensetzung, sondern die Verarbeitung. Syrisches Flachbrot wird traditionell auf einem großen Ofen gebacken, der oben eine Halbkugelform hat. Darauf wird der Teig ausgebreitet. Bei Naan – welches fast die gleichen Zutaten enthält – wird der Teigfladen in einen Tandoori-Ofen »geklebt« und so weiter. Unterschiedliche Methoden ergeben unterschiedliche Brote.

Zutaten:

  • 250 ml Wasser, lauwarm
  • 1 EL Trockenhefe
  • 1 EL Olivenöl
  • 1,5 TL Salz
  • ½ TL Zucker
  • 350 g Weizenmehl, Typ 505

Zubereitung:

  1. Pizzastein vorheizen.
    Pizzastein bei 300°C eine Stunde im Ofen oder nach Anleitung aufheizen.
  2. Vorteig erstellen.
    Hefe und Zucker im Wasser auflösen und 10 Minuten gehen lassen.
  3. Hauptteig erstellen.
    Restliche Zutaten bis auf das Mehl im Vorteig auflösen. Das Mehl sieben und hinzugeben. Zu einem glatten Teig verarbeiten. Eventuell noch etwas Wasser oder Mehl hinzufügen. Der Teig soll leicht »schlotzig« werden (also einen relativ hohen Feuchtigkeitsgehalt haben).
    Den Teig mindestens eine Stunde abgedeckt und bemehlt im warmen gehen lassen.
  4. Fladen ausrollen.
    Den Teig nun nicht mehr kneten. Nur auf eine bemehlte Fläche geben und in zwölf Stücke teilen. Einzeln in große Fladen ausrollen bzw. ziehen. Der Teig sollte höchstens zwei Millimeter dick sein. Man hat aber einen Spielraum nach Gusto.
  5. Brot Ausbacken.
    Den Fladen auf den Stein geben. Es dauert nur wenige Sekunden bis die ersten Blasen entstehen. Dann herausnehmen und bei Bedarf von der andren Seite kurz backen. (Ist nicht notwendig, macht es nur knuspriger.
    Alternative Zubereitung in der Pfanne: Teig in die stark aufgeheizte Pfanne geben und ausbacken bis ebenfalls Blasen entstehen. Hier muss auf jeden Fall gewendet werden. Pfanne nach jedem Brot auswischen um Mehlreste zu entfernen.

Tipps:

  • Das Brot soll »saftig« also weich und nicht trocken sein. Es muss jedoch sofort verzehrt werden, sonst wird es schnell hart. Man kann es dann immernoch essen, es ist knusprig und ebenfalls sehr lecker.
  • Es wird auch knusprig wenn man es von beiden Seiten backt.
  • Dieser Teig ist dem vom indischen Naan und vielen anderen Broten des mittleren und nahen Ostens sehr ähnlich. Das einzige Geheimnis ist jeweils die Zubereitung.
  • Die Syrer benutzen es – wie es im Orient sehr häufig der Fall ist – als Essbesteck. Viele Gerichte ohne Sauce werden in das Flachbrot eingewickelt und in Hamid w Toom (Rezept folgt) gedipt.

Ankündigung: A Week of Wonders 2

Da ich noch unfassbar viele Rezepte habe, die raus müssen habe ich mich entschlossen eine neue »Week of Wonders« (aWoW) zu machen. Das ist ein Konzept aus der nafangszeit meines Blogs und ist damals leider nicht so gut gelungen, wie ich mir das vorgestellt habe. XD
Damals dachte ich noch ich könnte einfach was kochen und danach ein Rezept darüber schreiben. Aber ich habe dazu gelernt und kann es nun besser machen. Hoffe ich. Denkt immer daran: »Es ist nicht das erste Mal das zählt, sondern das Letzte.«

Vom 04. bis 10. August gibt es täglich ein Rezept. Diesmal handelt es sich jedoch nicht nur um Hauptspeisen (wie beim ersten Mal), sondern alle Arten quer Beet. Alles gemäß dem Sommerthema »Orient, Afrika, Indien« natürlich. Ich habe Syrische, libanesische, indische und afrikanische Gerichte, die Verwendung finden werden. Was es ist, verrate ich diesmal jedoch nicht. ;-)
Dabei ist das oberste Gebot natürlich, dass die Qualität der Rezepte nicht leidet. Lediglich einen Magazin-Artikel wird es in der Woche dann nicht geben. Alle Rezepte erscheinen natürlich wie gewohnt um Punkt 10 Uhr.

So long.

Top Searches #3

Einmal mehr ein paar Worte zu den Top Searches. Das ist auch immer eine gute Gelegenheit schamlos Eigenwerbung zu betreiben. Auf diese Weise kommt vielleicht der ein oder andere auf ältere Posts, wer weiß.

Top Searches 4 Top Searches 4-2

»wizard voz«
Nanu? Wisst ihr nicht wo ihr seid? ^^ Hier und hier gibt’s etwas mehr über den Namen zu lesen.

»nudelhaus Braunschweig stufen?«
Zwei Stufen muss man nehmen um zu den Toiletten zu kommen, ansonsten gibt’s da keine. Ich hoffe das hilft.

»pescetarismus vor und nachteile«
Uhm … Naja, der Vorteil ist, dass man hierbei Fisch konsumieren kann … Das ist was gutes, weil dieser mit vielen Omega-3-Fettsäuren daher kommt, die als besonders gesund gelten. Auch ist Fisch sehr reich an einigen Vitaminen wie Vitamin A und D.
Der Nachteil ist, dass der Pescetarismus nichts Halbes und nichts Ganzes ist. Fischfarmen sind nicht besser als die Intensivtierhaltung von z. B. Schweinen. Auch Fische und andere Lebewesen des Meeres werden oft gequält. Fischfang mit dem Kutter ist auch nicht viel besser, auch wenn der kleine Fischfang wohl noch besser als der industrielle ist (bei Letzterem bleiben die Netze oft Tagelang im Wasser und werden so schnell eingeholt, dass den Fischen die Augen platzen). Außerdem ist es nicht unbedingt Nachhaltig tief im Inland Meeresfische zu verspeisen, da die Lückenlose Kühlkette Ressourcen ohne Ende verschlingt und sog. »Treibhausgase« ausstößt, ohne welche umzusetzen. Pflanzen die von Gott weiß wo kommen haben während des Wachstums wenigstens noch CO2 umgesetzt.
Industriell gefangener Fisch schmeckt auch wie eingeschlafene Füße. Da die Fischer so lange auf dem Meer sind ist der Fisch alles andere als frisch. Wenn es schon Fisch sein soll, dann empfehle ich einen Besuch des Hamburger Fischmarktes. Das ist ein echtes Erlebnis. Und wer weit weg wohnt kann schon einen Tag vorher kommen und »auf der Reeperbahn nachts um halb eins« noch ein wenig Spaß haben, bevor wenig später der Fischmarkt eröffnet. Nur der »süßen Kleinen« sollte man nicht bis 10 treu bleiben, auch nicht bis um neune, denn dann hat man den Fischmarkt verpasst. ;-)

»vegane alternative zu fischsauce«
Jibbet hier. Schön, dass sich die Bezeichnung Alternative statt Ersatz langsam verbreitet. :) Das war ja damals der erste Posting überhaupt, vor ca. einem Jahr. Ach ja….

»was schmeckt in soßen besser, laktosefrei flüssige Sahne oder sojasahne«
Nun, das ist eine sehr schwierige Frage. Ich würde ja behaupten man merkt überhaupt keinen Unterschied, solange der Fettanteil in der Sojasahne nur hoch genug ist…. Aber bei einer Opiatabhängigkeit wird es wohl die laktosefreie Sahne sein. Obwohl, nein. Man merkt keinen Unterschied. Außer am Gewicht des Geldbeutels, denn Sojasahne bzw. Soja Cuisine kann man für ein paar Cents selber machen.

»mock fleisch«
*Grusel* Ja, gibt es auch einen Artikel zu.

Weitere Fragen? Ab in die Kommentare damit. Und nicht vergessen: »abonnieren, favorisieren, liken und teilen!« – Gosh, ich hasse Youtube. XD Nichts davon werdet ihr von mir jemals hören, mein Wort darauf. (Aber ein paar mehr Kommentare würden mir schon gefallen. Feedback und so. Ansonsten weiß ich nicht, was hier die Schlaftabletten sind, die ich mir sparen könnte. ;) ) Man freut sich ja doch über jedes Feedback. Außerdem habe ich heute zum ersten Mal von »bloglovin.com« gehört. Das mag ja sehr praktisch sein, aber die Abos dort tauchen scheinbar nirgendwo in meiner Statistik auf. Versteht mich nicht falsch, benutzt die Seite wenn ihr wollt. Ich fand es nur interessant plötzlich zu entdecken, dass ich erheblich mehr regelmäßige Leser als gedacht zu haben scheine. Vielen Dank.

Vielen Dank auch an www.blumenessen.blogspot.de für die Verlinkung. Ich habe das zufällig durch den Referrer entdeckt. Schön, dass dir mein Blog gefällt.

Abermals vielen Dank an alle meine Leser.Vor ca. einem Jahr, als alles begonnen hat, wäre ich nie auf den Gedanken gekommen, dass ich überhaupt mal ein paar Leser bekommen würde.

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