Grundrezept: Vegane Schmelzkäse-Alternative »Cheddar Art«

Dieser Cheddar ist genauso schnell gemacht wie der Mozzarella, aber kommt mit einem intensivem Geschmack. Er eignet sich super für ein gegrilltes Käsesandwich, andere Sandwiches oder für eine Pizza, die nach Käse schmecken soll. Auch sonst macht er eine gute Figur.Weiterlesen »

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Grundrezept: Raita

Raita ist ein herzhafter indischer Joghurt mit Gurke und Gewürzen. Er ist entfernt verwandt mit dem griechischem Tsatsiki bzw. dem türkischem Cacik, doch Anstelle des Knoblauch treten Gewürze, die dem Raita einen ganz eigenen Geschmack verleihen. Anders als genannte Gerichte gibt es für Raita jedoch kein eindeutiges Rezept. Je nach vorhandenen Zutaten, eigenem Gusto und Laune wird das Rezept zum Teil stark variiert. Selbst die Mengen unterscheiden sich häufig. Ich zeige euch hier das Grundrezept und verrate euch in den Tipps einige Varianten:

Zutaten:

  • 150g Sojajoghurt, natur
  • 200g Salatgurke
  • 2 Stängel Koriander, die Blätter davon
  • 1 Stängel Lauchzwiebel
  • ¼ TL Korianderpulver
  • ¼ TL Kuminpulver
  • optional: Cayennepfeffer
  • optional: Salz

Zubereitung:

  1. Frischzutaten vorbereiten.
    Joghurt glatt rühren. Die Salatgurke in der Küchenmaschine fein häckseln. Korianderblätter fein wiegen und die grüne Zwiebel in feine Ringe schneiden.
  2. Zutaten kombinieren, abschmecken.
    Joghurt mit Korianderpulver und Kuminpulver würzen. Für etwas Schärfe eine Priese Cayennepfeffer zugeben. Alle frischen Zutaten unterheben und bei Bedarf leicht salzen. Eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Tipps:

  • Weitere Zutaten, die verwendet werden können sind Knoblauch Karotte, Tomate und Paprika. Auch weiteres Gemüse ist möglich. Teilweise wird auch Obst zugegeben, wodurch eine Mischung aus herzhaftem und süßem Joghurt entsteht.
  • Raita hat einen mild-würzigen Geschmack und passt damit hervorragend zu schärferen Gerichten. Ähnlich wie Lassi wird es als Beilage gereicht um den häufig scharfen indischen Gerichten ihren Biss zu nehmen.
  • Raita wird auch als Dip, hauptsächlich zum indischen Brot »Naan« gereicht. Es kann aber auch als Dip für Chips oder sogar als Joghurtdressing für Salate verwendet werden.
  • Darüber hinaus kann Raita je nach Gusto und Kreativität mit anderen Speisen kombiniert oder einfach nur so als eigener Salat verzehrt werden.

Rezept: Hamid w Toom

Rezept: Hamid w Toom

Dieser Dip ist fantastisch. Ich liebe ja Zitrone, wie regelmäßige Leser wissen und dieser Dip besteht aus beinahe nichts anderem. Leider mag ich Knoblauch nicht so gerne, wie es die Syrer tun, aber das macht gar nichts, der Dip ist trotzdem toll. Schmeckt besonders zu Syrischem Flachbrot oder anderen Weißbroten wie Naan. Auch als Vinaigrette über Salat sehr geeignet.

Zutaten:

  • 100 ml Zitronensaft (etwa eine große Zitrone)
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • 1 EL Olivenöl
  • ¼ TL Salz
  • Pfeffer, schwarz

Zubereitung:

  1. Knoblauch zerstoßen.
    Knoblauch abziehen und mit dem Salz im Mörser zerstoßen und zu einer Paste verarbeiten.
  2. Alles mischen
    und etwa eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.

Tipps:

  • Ihr solltet das ganze zur Lagerung wirklich abdecken.
  • Toom ist eine Art hölzerner Mörser in Syrien, der dafür verwendet wird um Knoblauch zu zerdrücken. Der Grund weshalb dazu keine Knoblauchpresse verwendet wird ist: Pressen und zerstoßen vergrößert die Oberfläche des Knoblauch‘, während der Toom jedoch aus Holz besteht ist die Presse aus Metall. Die Bestandteile des Knoblauch‘ reagieren mit Metall und das bei erhöhter Oberfläche besonders gut. Diese chemische Reaktion beeinflusst den Geschmack sehr negativ. Bitte verwendet niemals eine Presse.
  • Wer keinen Mörser hat kann den Knoblauch mit dem Messer fein schneiden und danach ggf. noch etwas wiegen. Lässt man das Dressing über Nacht ziehen wird der Knoblauch weich sein und ist dann auch nicht mehr so unangenehm beim darauf beißen.
  • Die Syrer benutzen hierfür bis zu 7 Zehen Knoblauch. Das ist meiner Meinung nach viel zu viel. Ich hatte beim ersten Mal eine einzige große Zehe verwendet und das war schon zu viel. Zwei kleine sind meiner Meinung nach ideal. Aber wenn ihr Knoblauch mögt könnt ihr natürlich gerne mehr verwenden.
  • Ich werde diesen Dip in Zukunft mit Bärlauch zubereiten, wann immer ich welchen da habe. Der Geschmack ist beinahe identisch, das Ergebnis fällt etwas grüner aus und immerhin dünstet man am nächsten Tag nicht so aus. Die Zubereitung ist dabei sehr ähnlich. Verwendet man ein Messer fällt das Wiegen sogar leichter.

Quelle: http://www.syriancooking.com/dips/hamid-w-toom-lemon-garlic-dip

Rezept: Süßkartoffelbrei

»Uh-hm, der schmeckt genau wie bei uns früher. Und da haben wir nix mit vegan gemacht.«
– Mein Vater, der pensionierte Koch.

Und mein Vater ist sonst gar nicht so begeistert von meiner Ernährung, das will also was heißen. Sonst hat ihn kaum je etwas überzeugt.
Jetzt habe ich zwar groß scharfes Essen angekündigt und beginne damit. Dennoch: Süßkartoffelbrei ist typisch für die marokkanische Küche und Teile des übrigen afrikanischen Raumes. Er ist eine exotisch-frische Beilage, Hauptgericht oder dient manchmal auch nur zur Dekoration, da er eine wundervoll orangene Farbe hat. Außerdem ist er auch eine tolle und unkonventionelle »Sauce« für Pasta. Nun ist dies jedoch meine eigene Interpretation und keineswegs ein afrikanisches Original:

Zutaten:

  • 600 g Süßkartoffeln (ca. eine)
  • Ingwer, etwa eine Fingerkuppe groß, fein gerieben
  • 1 Msp. Bohnenkraut
  • 30 ml Zitronensaft
  • 1 Msp. Cayennepfeffer
  • 1-2 EL Margarine
  • 3 Stängel Petersilie
  • Salz
  • Muskatnuss

Zubereitung:

  1. Süßkartoffeln kochen.
    Die Süßkartoffel schälen und in größere Würfel schneiden. Im Topf knapp mit Wasser bedecken, leicht salzen und Bohnenkraut und Ingwer zugeben. Beim Ingwer die harten Fäden weglassen. ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Stücke etwa so weich sind wie Salzkartoffeln.
  2. Stampfen.
    Die Süßkartoffeln abgießen und kurz abtropfen lassen. Sie dürfen auch ein wenig Ausdampfen. Zurück in den Topf geben, restliche Zutaten hinzufügen und mit dem Kartoffelstampfer gut bearbeiten, bis ein glatter Brei entstanden ist. Ein Brei mit Stückchen ist aber im Prinzip auch möglich.
    Beim Servieren ein wenig Muskat darüber reiben.

Tipps:

  • Im Original wird mit Sternanis und Bockshornklee statt Bohnenkraut gewürzt. Aber Bohnenkraut ist ein wunderbares Gewürz in der europäischen Küche und ein wenig vergleichbar mit Thymian. Es ist heutzutage leider etwas unterschätzt.
  • Man kann den Ingwer auch in grobe Stücke schneiden und in ein Tee-Ei mit ins Wasser geben.

Grundrezept: Salsa roja

Salsa bedeutet Sauce auf Spanisch, wir verstehen unter diesem Begriff jedoch meistens eine ganz bestimmte Art Dip oder Sauce aus Tomaten, die eventuell etwas schärfer ist. Das ist die Salsa roja, die ideal als Ergänzung für viele texanische und mexikanische Speisen geeignet ist.
Es gibt verschiedene Zubereitungsmethoden, ich zeige hier die Variante, bei der alles gekocht wird. Man kann mit kleinen Anpassungen jedoch problemlos selbst eine Salsa herstellen, die für Rohköstler geeignet ist.

Zutaten:

  • 1 Dose Tomaten
  • 1 kl. Zwiebel
  • 1 kl. Knoblauchzehe
  • ½ Paprika (rot)
  • 1 Peperoni
  • Tomatenmark
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • etwas Kumin (Pulver)

Zubereitung:
Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Paprika und Peperoni in der Küchenmaschine mit S-Klinge häckseln. Dazu nach Möglichkeit mehrmals die Puls-Taste betätigen. Es soll ein Püree werden, aber kein Mus.
Das Ganze im Topf bei schwacher Hitze erwärmen und etwas Tomatenmark einrühren. Je nachdem wie wässrig es ist 5 bis 20 Minuten ohne Deckel leicht köcheln lassen. Mit den Gewürzen abschmecken.

Tipps:

  • Hält sich im Kühlschrank mindestens eine Woche.
  • Über die Kerne der Peperoni wird die Schärfe gesteuert. Mehr Kerne = schärfer. Da muss jeder selbst rausfinden wie viel es sein soll.
  • Was bei einer Salsa roja nicht okay ist sind große Stückchen. Das Ziel ist eine einheitliche, feinstückige Masse ohne Wasseransammlungen an der Oberfläche.
  • Bitte keine frischen Tomaten verwenden! Zumindest nicht, wenn ihr in Deutschland wohnt. Die Bedingungen hier sind leider nicht optimal. Frische im Laden werden unreif geerntet. Die aus den Dosen hingegen werden sehr reif in Anbauländern geerntet.
    Frische Tomaten müssen geschält werden, wenn man sie für die Salsa verwenden will.
  • Statt oder neben Kumin kann man eich ein paar Blätter Blattpetersilie fein wiegen und zugeben.

Zubereitung (Kurzform):

  1. Tomaten, Zwiebel, Knoblauch, Paprika und Peperoni häckseln.
  2. Bei schwacher Hitze erwärmen, Mark einrühren.
  3. Köcheln lassen bis überschüssiges Wasser verdampft ist.
  4. Mit den Gewürzen abschmecken.