Rezept: Azteken-Kakao

Kakao, heiße Schokolade, das ist ein Getränk, das man hierzulande erst einmal mit Milch verbindet. Mehr noch: Kakao mit Wasser ist sogar als Billigware vom Rastplatz oder Imbiss bekannt. Aber dabei vergisst man häufig, dass Milch im Erwachsenenalter im Grunde fast nur in der westlichen Welt und vorderem Asien konsumiert wird. In weiten Teilen Asiens und Südamerika ist sie erst seit relativ kurzer Zeit als Nahrungsmittel bekannt. Die Azteken – das Vork Südamerikas, welches vor vielen Jahren durch die Spanier unterworfen wurde – hat viel über Kako zu erzählen. Kakaobohnen waren bei den Azteken kostbar genug, dass sie als Zahlungsmittel verwendet wurden. Würdet ihr aus euren Euroscheinen Zigaretten drehen? Vermutlich nicht, die Azteken hingegen haben ihr Zahlungsmittel tatsächlich verzehrt. Als Kakaogetränk. Und das geht etwa so:Weiterlesen »

Rezept: Apfelglühwein

Der Braunschweiger Weihnachtsmarkt ist nicht nur ziemlich groß für die recht kleine Fläche, die ihm zur Verfügung steht, er ist außerdem super toll. Wenn ihr ihn nicht kennt, dann setzt Braunschweig auf eure Reiseliste fürs nächste Jahr und schaut im Dezember vorbei, es lohnt sich. Es gibt inzwischen sogar Stände mit veganem Kram, für Braunschweig eine echte Leistung.
Und dann gibt es da diesen Stand genau im Zentrum des Domplatzes. Der verkauft nicht das übliche Pisswasser, was sauer schmeckt und kochend heiß ist, sondern Apfelglühwein. Mit Apfelgeschmack, man stelle sich vor. Das ist der beste Glühwein den es überhaupt nur gibt. Man bekommt ihn mit einer echten Zimtstange darin und er ist genau richtig temperiert, man kann ihn sofort trinken. Und weil ich nicht weiß, warum man den nur im Dezember trinken sollte hab ich ihn nachgemacht.. Hier das Rezept und dann noch frohe Feiertage euch allen.Weiterlesen »

Getränk: Melonensaft

Bei meinen Nachforschungen zum Rezepten aus dem mittlerem Osten bin ich auf Hinweise für einen Melonensaft gestoßen. Das hat mich hellhörig gemacht, da ich schon lange auf der Suche nach Melonensaft in Supermärkten war. Ich wurde jedoch nie fündig und habe das jetzt einfach mal zum Anlass genommen mich selber ran zu setzen. Das Ergebnis: über 2 Liter Melonensaft mit etwa 10 Minuten Zeitaufwand.

Zutaten:

  • 1 Wassermelone
  • Eiswürfel (optional)

Zubereitung:

  1. Wassermelone vorbereiten.
    Die Wassermelone an einem Ende knapp bemessen aufschneiden. Auf die Schnittfläche stellen und von oben nach unten schneiden: erst halbieren, dann vierteln und dann noch einmal achteln. Die Achtel hinlegen und mit einem dünnem Messer das Fruchtfleisch von der Schale abschneiden. (Das Messer einfach an der Schale entlang ziehen.) Das Fruchtfleisch dann in kleinere Stückchen teilen und in den Mixer geben.
  2. Melone pürieren.
    Zunächst einige Sekunden auf geringer Stufe laufen lassen. Das Gewicht der oben liegenden Stücke drückt alles von ganz alleine gegen die Messer. Wenn dies stoppt den Mixer abschalten und mit einem Kochlöffel die unteren Stücke nach oben heben. Nun nach Belieben Eiswürfel zugeben und abgedeckt voll aufdrehen. Sofort kalt servieren.

Tipps:

  • Wenn euer Mixer kein Eis zerkleinern kann lasst es einfach weg und stellt den Saft vor dem servieren kalt. Dann aber vor dem Einschenken noch einmal kurz umrühren.
  • Der Saft enthält viel Fruchtfleisch, Crash-Eis und natürlich zerkleinerte Kerne. Möchte man dies alles nicht kann man den Saft mit dem Siebeinsatz für den Mixer zubereiten oder alles später durch ein feines Sieb geben. Möchte man nur das Crash-Eis, dann nach dem Sieben nochmal mit Eis mixen.
  • An heißen Tagen ist dieser Saft außerordentlich erfrischend und sogar sehr sättigend.
  • Wenn die Melone nicht süß genug ist kann man auch mit etwas Zucker oder Stevia nachsüßen.
  • Bitte beachtet, dass dieser Saft fast genauso viel Zucker enthält wie ein gewöhnlicher Softdrink und damit auch nicht anders als ein solcher behandelt werden sollte.

Lassi

Lassi ist ein Sammelname für diverse Getränke, bestehend aus Wasser oder Milch und Joghurt. Ursprünglich entstanden vermutlich in Indien ist Lassi heute im gesamten Asiatischen Raum verbreitet und auf der ganzen Welt bekannt.
Die besondere Eigenschaft von Lassi ist der Fettgehalt. Andere Getränke machen scharfes Essen zumeist nur schlimmer, Lassi hingegen mildert die Schärfe augenblicklich und sorgt so für rasche Linderung, wenn es doch einmal zu scharf wurde. Das erklärt auch, weshalb Lassi besonders in Indien und angrenzenden Ländern beliebt ist, wo die Speisen häufig scharf gewürzt sind. Kalt getrunken ist es so auch sehr erfrischend.

Hier ein Grundrezept für Lassi:

  • 1 Teil Wasser oder (Soja-)Milch
  • 1 Teil (Soja-)Joghurt
  • 1 Spritzer Zitronen- oder Limettensaft

Darauf aufbauend erweist sich Lassi als sehr Variantenreich. Es kann salzig oder Süß zubereitet werden und damit den eigenen Vorlieben angepasst sein. Bei süßen Lassis werden gerne auch Früchte verwendet. Diese werden püriert und zum Lassi zugegeben. Eine häufige Variante ist dabei das in Indien beliebte Mango-Lassi. Doch hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt.
Doch damit noch nicht genug, denn Lassi kann auch noch andere Geschmacksrichtungen annehmen. Besonders erwähnenswert wären hier Vanille und Minze. Dafür wird das Mark einer Vanilleschote bzw. frische Minze verwendet. Darüber hinaus gibt es sogar Rezepte, welche Essig enthalten.

Hier noch mein Lieblingslassi als Beispielrezept:

  • 500 ml Wasser
  • 500 ml Sojajoghurt, natur
  • ca. 20 ml Zitronensaft
  • Stevia nach Geschmack (alternativ Zucker)
  • Das Mark einer Vanilleschote

Die Zubereitung gestaltet sich denkbar einfach: Alle Zutaten gut miteinander mischen und mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Kalt servieren.
Der Zitronensaft verleiht dem Lassi ein leicht säuerliches Milieu, da der Joghurt allein nach dem Mischen nicht mehr ausreicht. Dadurch können sich feine Geschmacksnoten wie Minze oder Vanille besser entfalten. Entscheidet man sich Sojamilch statt Wasser zu verwenden, so dickt die Zitronensäure die Milch noch etwas an. Das Ergebnis ist ein etwas dickeres Lassi, was durchaus auch sehr reizvoll ist.

Rezept: Film-Whiskey

Habt ihr euch je gefragt was in den Gläsern ist, wenn in Film und Fernsehen Whiskey, Scotch oder Rum ausgeschenkt wird? Es kann wohl kaum die echte Droge sein, dann wären die Schauspieler ja recht schnell betrunken, besonders wenn die Szene mehrmals gespielt werden muss. Und echter Alkohol wäre auch recht teuer. Nun bei weißem Rum, Wodka und anderen klaren Flüssigkeiten ist es sicher in der Regel einfach nur Wasser. Aber auch bräunliche und bernsteinfarbene Spirituosen sind kein Problem. Hier mal zum Spaß ein Rezept.

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Film-Whisky: Schmeckt gar nicht mal schlecht.

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Farbkomponente in ein Glas geben und mit Wasser auffüllen. Ggf. etwas zusätzlichen Sirup zugeben bis die Farbe stimmt.

Tipps:

  • Das ist auch ein guter Trick wenn man zu einer Party eingeladen wird zu der jeder etwas Alkohol mitbringen soll, aber man vergessen hat noch welchen zu kaufen. Eine alte Flasche Rum, Whiskey oder Scotch rausgekramt und mit dieser Mischung aufgefüllt (dauert keine halbe Stunde). Bei der Party sagt man dann, dass das Zeug noch in den Gefrierschrank müsse (man stellt natürlich niemals echten Whiskey kalt) und wenn es zur Sprache kommt sagt man einfach der braucht noch etwas. Wenn die Gäste schon etwas duselig sind schüttet man das Zeug weg. Muss dann wohl schon jemand anders ausgetrunken haben.
  • Natürlich kann man auch anderen einschenken und mal schauen ob es einer von den Betrunkenen noch merkt. :D
  • Man kann auch einen kleinen Schluck von dem was immer man nachmachen möchte zugeben. Man schmeckt es raus, aber natürlich wird man davon im Leben nicht betrunken und es brennt auch nicht in der Kehle. (Für Letzteres kann man ja etwas Tabasco probieren und schauen ob es dann noch die Betrunkenen merken…)
  • Die Mischung ist im Grunde nichts weiter als Zuckerwasser, schmeckt aber echt gut. Damit kann jeder ein Lebemann wie Charlie Harper aus 2,5 Men sein, ohne seine inneren Organe zum Teufel zu schicken. Und günstiger kommt es auch noch.
  • Man kann auch alle Komponenten durch andere derselben Farbe tauschen. Beispielsweise Kola, oder Zitronenlimonade.
  • Sicherlich kann man damit auch jemanden abfüllen und selbst nüchtern bleiben, wenn man es unauffällig anstellt. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. ;-)
  • Einen kleinen Nachteil gibt es jedoch: die Flüssigkeit ist nicht so klar wie das Original, aber das fällt nur bei genauerer Betrachtung auf. Das ist darauf zurückzuführen, dass der Sirup aus eigener Herstellung kommt.
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Farbvergleich: Nicht perfekt, aber es kommt dem Tullamore D.E.W. schon recht nahe. Etwas mehr Wasser und es würde passen.