Rezept: Griechischer Bauernsalat

Meine Eltern haben die Geschichte so oft erzählt, dass ich sie fast auswendig kann: Sie sitzen gemütlich draußen vor einem kleinen Lokal in Griechenland, gleich an einer Küstenstraße, unten rauscht das Meer. Es ist ruhig nur das Wasser, welches sich immerzu über den Sand erstreckt und zurück zieht unterbricht die Stille. Der Kellner serviert die Vorspeise: griechischer Bauernsalat nach Art des Hauses. Eine große Holzschüssel voll. Dazu ein Korb Brot, so frisch, dass es dampft. Nur Teller, die bringt er nicht. Es wird aus einer Schale gegessen. Eine Nacktschneke kriecht gemütlich über eine Gurkenscheibe. Mein Vater nimmt sie raus und fängt an zu essen.

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Rezept: Türkischer Tomatensalat

Çoban (gesprochen Tschoban) ist die türkische Art Tomatensalat zu machen. Trotz des Namens ist es aber eigentlich ein Tomaten-Gurkensalat, denn der Anteil Salatgurke ist im fertigen Salat gleich groß, auch wenn die Zutatenliste erst einmal anderes vermuten lässt.

Jedoch genau so wie die Zutatenliste vermuten lässt ist Çoban sehr simpel und schnell gemacht. Gleichzeitig aber auch sehr lecker und erfrischend. Er macht sich auch hervorragend als Salatbeilage beim Grillen. Ach und natürlich ist er nicht nur vegan, sondern auch low-carb, 80/10/10, frugan/frutarisch, raw/rohkost, Glutenfrei, Salzfrei und was-weiß-ich-noch-alles.Tomatensalat_Fotor_cleaned

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Rezept: »Iguana-on-a-stick« (der beste Seitan vom Grill)

»Iguana-on-a-Stick«. Was gibt’s da so komisch zu gucken? Okay, schon gut, ich gebe zu: hier besteht Erklärungsbedarf: Es gibt eine Computerspielserie namens Fallout, die bereits 1987 mit Fallout (1) startete. Das Setting ist postapokalyptisch nach einem nuklearem Krieg in den USA angesiedelt. Lange nach dem Krieg spielt man einen Charakter in dem Ödland, welches durch die nukleare Verseuchung entstand.
Jedenfalls gibt es schon seit dem erstem Fallout Spiel ein Gericht namens »Iguana-on-a-Stick« zu finden und zu kaufen. Auf Deutsch also Leguan am Spieß, aber nagelt mich nicht drauf fest, ich weiß nicht wie es im deutschen Original übersetzt wurde.
Na wie auch immer. Seit ich das kenne, heißt jeder Grillspieß mit einem einzigem Stück Fleisch, den ich auch den Grill schmeiße, bei mir nur noch »Iguana-on-a-Stick«. Wenn es mehrere Stücke Fleisch am Spieß sind sind es »Iguana Bits«, die ebenfalls in den Spielen vorkommen.
Ich habe nun ein absolut geniales Seitan-Rezept entwickelt und es dem Leguan am Spieß gewidmet. Endlich den Fallout-Klassiker auf dem Teller haben, aber kein Tier töten müssen. Wünschen wir uns das nicht alle? ;D

Iguana-on-a-Stick_1
Der falsche Leguan auf einem Bett aus Gemüse und Pilzen. Fertig zum servieren.

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Rezept: Naan

Wie bereits beim syrischem Flachbrot erwähnt gibt es wenig geheimnisvolles an Weißbroten dieser Art. Das große Geheimnis liegt in der Tat in der Zubereitung. So unterscheidet sich auch Naan nicht sonderlich von anderen Broten dieser Art. Mit diesem Rezept möchte ich euch zeigen, wie ihr ein super leckeres Naan ganz einfach zuhause in der Pfanne backen könnt, dann braucht ihr keinen Pizzastein und keinen Tandoori-Ofen anfeuern. ;)

Zutaten:

  • 120 ml Wasser, lauwarm
  • 200-250g Mehl, Typ 505
  • 1 TL Trockenhefe
  • 1 EL Zucker
  • 3 EL Sojamilch
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung:

  1. Vorteig.
    Zucker und Trockenhefe in lauwarmem Wasser auflösen und 10 Minuten gehen lassen.
  2. Teig Kneten und gehen lassen.
    Sojamilch, Salz, Öl und Mehl zugeben und einige Minuten zu einem glatten Teig kneten. Die Menge Mehl variiert je nach Qualität des Mehls, Luftfeuchtigkeit, etc.
    Eine Schale mit hitzebeständigem Öl einstreichen und den Teig darin mindestens eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Teig teilen und abermals gehen lassen.
    Den Teig eine halbe Minute Kneten und in Tischtennisball große Stücke teilen und rollen. Diese auf einem Stück Backpapier gleichmäßig verteilen, mit einem Handtuch abdecken und abermals gehen lassen. Die Bälle sollen sich in der Größe verdoppeln, das dauert etwa 30-60 Minuten, je nach Raumtemperatur.
  4. Ausbacken.
    Eine beschichtete, hitzebeständige Pfanne mit hitzebeständigem Öl einstreichen und auf höchster Stufe erhitzen. Die Teigbälle zu einem flachem Teig zusammen drücken (0,2 bis max. 0,5 cm dick) und in der Pfanne von jeder Seite ca. 2 Minuten lang ausbacken. Dabei die Pfanne immer gut geölt halten.

Tipps:

  • Der Grund, weshalb wir den Teig in einer öligen Schüssel gehen lassen, statt in einer bemehlten ist, dass wir kein Mehl am Teig kleben haben wollen, wenn wir ihn in die Pfanne geben. Das Mehl würde sonst rasch in der Pfanne verbrennen. Daher hier nicht auf Öl verzichten, das wäre am falschen Ende gespart.
  • Wer hingegen wirklich Kalorien einsparen möchte kann das tun und das Öl weglassen und das Naan auf einem Pizzastein (einseitig) wenige Minuten ausbacken. Das Ergebnis wird dabei sogar besser, es ist aber schwieriger den richtigen Moment abzupassen.
  • Naan ist erheblich dicker und »fluffiger« als das syrische Flachbrot.
  • Naan wird häufig auch mit Joghurt zubereitet um es noch etwas lockerer werden zu lassen. Wer Sojajoghurt da hat kann durchaus ein wenig davon dazu geben.
  • Im Grunde kann man aber jedes Brot locker werden lassen, wenn man der Hefe genug Zeit gibt. Soll das Naan noch lockerer werden einfach nach dem Ausrollen abermals kurz gehen lassen.
  • Wie bei jedem Hefeteig ist es wichtig, dass die Backstube warm ist, sonst geht die Hefe nicht richtig. Wenn ihr keinen warmen Ort zum gehen habt, heizt den Backofen auf 30-40°C auf und lasst euren Teig darin gehen.
  • Das Naan schmeckt zu fast allen indischen Gerichten oder auch einfach nur so. Es muss aber sofort nach dem Backen verzehrt werden, sonst wird es gummiartig und später hart.